Montag, 17. Oktober 2011

Gescheiterter Versuch "BLUBBERELLA" zu reviewen.

Montag, 17. Oktober 2011
Also ersteinmal sei gesagt; ich bin nicht gestorben oder so, nur ziemlich beschaeftigt in letzter Zeit. Ich fand eine viel zu lange Zeit weder die Stunden, noch die Kreativitaet fuer einen Blogeintrag. Grund dafuer waren unter anderem die freundliche GEZ, die nervenzermuerbenden Aemter, die Fahrschule und eventuelle Feuchtigkeit in meiner Wohnung. Das war also alles ein wenig stressig. Und es schien, als haette mich ein absolutes Kreatief erwischt, mir fiel nichts ein, ueber das ich mich haette auslassen koennen.

Bevor wir jedoch mit einem produktiven Beitrag anfangen, moechte ich kurz erwaehnen, dass meine Heizung nun schon seit gut einem Monat funktioniert! Und das einwandfrei! Ist das nicht wunderbar? Sie funktioniert einfach. Ich kann heizen, ich bekomme warmes Wasser aus der Leitung und kann sogar beides gleichzeitig nutzen! Es ist ganz phantastisch.

Genug in Freude geschwelgt, kommen wir zum Thema.
Letzes Wochenende war es wieder einmal so weit, dass ich mit Anne einen Film schaute und ich beschloss, dass dieser Film verstoerend genug war, um das Erlebte in einem Blogpost zu verarbeiten. Die Rede ist von Blubberella!
 Blubberella war wirklich sehr... Naja, korpulent.
Und wir wuerden dies nicht feststellen, wenn es nicht das waere, womit in diesem Film geworben wird.
Was dann, in den folgenden 90 Minuten passierte, blieb uns ein Raetsel.
Das waere der offizielle Trailer zu dem Film. Wenn ihr in der Lage seid zu begreifen, worum es in diesem Film geht, dann klaert mich bitte auf.
Wir haben beim Schauen jedenfalls nur so viel verstanden, dass unsere Blubberella zur Haelfte Vampir, zur Haelfte Mensch und zur Haelfte Hexe ist. Ja, richtig; drei Haelften. Staendig wurde auf das Gewicht und die Koerpermasse von ihr hingewiesen, was nicht unbedingt haette sein muessen. Ein huebsches Gesicht hat unsere Jumboheldin wirklich, das muss man ihr lassen.
Nichtsdestotrotz hat Blubberella fuer Essen getoetet, weswegen ich mich fast schon mit ihr identifizieren konnte.
Und ihre Aufgabe war es anscheinend, Nazis zu toeten.
Und Vampire.
Und Nazivampire.
Ja, die gab's naemlich waehrend des zweiten Weltkriegs. Und Blubberella hat alle mit ihren zwei Schwertern umgebracht. In einer Szene sogar mit zwei Nudelhoelzern, was auch eine durchaus effektive Waffe zu sein scheint.
Dazu kommt, dass Blubberella dann Mitglied in einer Gruppe von... Widerstandskaempfern (?) wurde. Gleichzeitig war sie aber auch mit Hitler befreundet. Es ist absolut unbeschreiblich wie unfassbar wirr und RANDOM dieser Film ist. Zum Beweis hier ein Filmausschnitt:
Und wie man vielleicht erkennt, ist dieser Film sogar wirklich amuesant, sofern man sich mit diesem 'Humor' anfreunden kann.
Immerhin ist das ein Film von Uwe Boll... Und ein Film von Uwe Boll ist schon prinzipiell ein totaler Trashfilm, eben weil er von Uwe Boll ist.

"Boll gilt unter vielen Kritikern als einer der schlechtesten Regisseure der Gegenwart."
- Wikipedia 

 Jedenfalls ist dieser Film ebenfalls ziemlich trashig, aber auf seltsame Art und Weise amuesant. In welchem anderen Film werden sogar Menschen in einem grossen Fischkostuem in eine Gruppe Widerstandskaempfer aufgenommen? In einem Fischkostuem, verdammt! Ich wuerde jetzt furchtbar gerne noch mehr ueber diesen Film berichten, aber ich weiss einfach nicht was man noch darueber schreiben koennte, eben weil dieser Film so random ist!

Eine Sache, die uns allerdings wirklich positiv auffiel, war die mehrfache Parodisierung (Ist das ein Wort?) von anderen Filmen oder historischen Ereignissen. Der Film Precious wurde ziemlich derbe auf's Korn genommen und das Attentat auf Hitler war auch auf sehr interessante Art und Weise im Film vertreten.

Abschliessend kann man sagen, dass dieser Film zwar amuesant, aber auch sehr anstrengend ist. Es passieren ungeheuer viele Dinge, die einfach nichts miteinander zu tun haben. Absolut rein garnichts. In der einen Szene wird sie mit Nudelhoelzern massiert und kurz darauf verpruegelt sie irgendwelche rechtsradikalen Glatzentraeger mit diesen um dann aufeinmal zu fluechten.

Okay, ich geb's auf. Diesen Film zu beurteilen ist einfach unglaublich schwierig und ihn zu analysieren schier unmoeglich, deswegen muss ich nun aufgeben.

Aber etwas Gutes hat das ganze doch an sich; ihr wisst jetzt, wie ihr weitere 90 Minuten eures Lebens wirklich verschwenden koennt und ich kann mein Gewissen beruhigen, dass ich hier malwieder etwas geschrieben habe. Das soll nun auch wieder haeufiger passieren, denn dieser Beitrag war etwas kurz.

In dem Sinne!
 - Torben 

Sonntag, 21. August 2011

Filmreview: RUBBER

Sonntag, 21. August 2011
Der gestrige Abend bei der Anne und ihrem Freund war Anlass genug, mich mal einem weiteren Blogeintrag zu widmen. Und zwar wieder einem Filmreview, wenn man das so nennen kann. Die Rede ist von einem "Horrorfilm" zumindest sollte es ein solcher werden. Oder doch eher eine Horrorkomoedie? Horrortrash? Keine Ahnung, was es wirklich war, es stellte sich aber auch zu keinem Zeitpunkt heraus.

Zur Filmbeschreibung:
"Irgendwo in der Wüste des weiten amerikanischen Westens versammelt sich eine Gruppe Menschen mit Ferngläsern, um Zeuge eines außergewöhnlichen (Natur?-)Schauspiels zu werden. Und tatsächlich erwacht alsbald irgendwo zwischen den Sträuchern ein unscheinbarer alter Autoreifen zum Leben, rollt beinahe unentschlossen mal hierhin und mal dahin, folgt schließlich einer hübschen jungen Autofahrerin und bringt unterwegs alles um, was sich ihm in den Weg stellt oder seine Erscheinung nicht mit dem nötigen Respekt quittiert." 

Wir sassen gestern Abend also, diesmal zu dritt, auf der Couch und starrten interessiert auf den Vorspann.
Und in diesem Vorspann passierte erstmal nicht viel.
Man sah die Wueste, bzw. eine Art Steppe. Vermutlich irgendwas in Texas, weil es da ja auch nichts anderes gibt, ne? Jedenfalls sah man dann Stuehle. Ein Haufen Stuehle und daneben einen plump dreinguckenden Mann mit Hornbrille und Krawatte.
Daraufhin kam ein Polizeiwagen, der die Stuehle im Schneckentempo umfuhr und dann anhielt. Danach oeffnete sich der Kofferraum und ein Polizist stieg heraus und erklaerte dem Zuschauer, dass dieser Film eine Hommage an die Willkuer sei und begruendete zahlreiche Dinge mit den beiden Worten: "Reine Willkuer." Er begruendete damit auch sonst alles und jeden. Warum sich Liebespaare in Filmen verlieben, weshalb manche Menschen Wuerstchen moegen, etc. Reine Willkuer.
Natuerlich koennte man sich jetzt einreden, dass das 'ne super Idee ist, aber das anedert nichts an der Tatsache, dass der Film bescheuert ist.
Ein Reifen, der spaeter noch Robert genannt wurde, obwohl wir drei als Zuschauer "Bambi" viel schoener gefunden haetten, stand also irgendwann einfach auf. Ja, richtig. Der Reifen aus der Wueste stand aus reiner Willkuer einfach auf und begann ein wenig damit, ganz willkuerlich durch die Gegend zu rollen.
Er rollte und rollte einfach so durch die doofe Gegend.


 Und waehrend er so rollte, traf er dann bald auf eine Plastikflasche, wo er rueber rollte und scheinbar gluecklich darueber war. (Allerdings hat er nicht angefangen zu huepfen, was ich viel schoener gefunden haette.) Dann kam er zu einem kleinen Skorpion, rollte ueber ihn (Kanck.) und rollte weiter. Bis zu einer Glasflasche, die er nicht kaputtrollen konnte. Und weil sich unser Reifen schon von alleine bewegen konnte, hat er hier noch seine anderen Faehigkeiten gezeigt; er kann durch Telekinetik/Telepathie/I-don't-give-a-shit/Mentalkraft Dinge zum Platzen bringen. Welcher Autoreifen mit Eigenleben kan das nicht? Und das hat er im Film auch oft genug gemacht, das mit dem Platzen lassen. Eigentlich ist nichts anderes passiert, aber scheinbar sollte man das als Zuschauer ultracool oder witzig finden.. Nichts passierte, ausser dass die Leute mit den komischen Fernglaesern, willkuerlich dumm gehandelt haben und alle vergiftet wurden, aber egal.
Zurueck zu unserem Reifen, er traf dann naemlich bald auf ein Kaninchen.
Jedenfals ging dies dann ueber den ganzen Film. Es folgte noch ein Rabe, der noch dran glauben musste, aber danach platzten nurnoch Koepfe von irgendwelchen unwichtigen Nebencharakteren und Statisten. Vermutlich wieder reine Willkuer. Aber die reine Willkuer kann mich mal, weil das echt eklig, dumm und absolut nicht lustig war. Dieser Reifen kam also bald an ein Motel, wo er einer Frau beim Duschen zuguckte.
Und nun kam eine dieser Szenen, die mich unglaublich doll aufgeregt haben. Eine ganz bestimmte Art von Szene, die mich immer wieder aufregen; und zwar Szenen, die absolut unlogisch sind.
 Fassen wir mal zusammen;
1. Die Frau steht nackt in ihrem Motelzimmer, waehrend...
2. ...die Motelzimmertuer offen steht.
3. Die Dusche ist bereits an, obwohl die Dame nicht drunter steht.
4. Die Badezimmertuer ist offen. Die Feuchtigkeit verteilt sich dann schoen im ganzen Motelzimmer. Schimmel ahoi. Und die Putzfrau muss dann gegen den Schimmel kaempfen. Toll. Das ist teuer und aufwaendig. Nur weil irgendso'ne Kuh die Badezimmertuer offen gelassen hat.
5. Ein Reifen spannt.

Himmelherrgottnochmal; ein Reifen guckt der Frau beim Duschen zu. Hallo?! Drehbuchautor, wo warst du als der gesunde Menschenverstand verteilt wurde? Der fuenfte Punkt ist ja noch vertretbar, weil es in dem Film darum geht, dass der Reifen alles umbringt, aber die anderen Punkte sind einfach nur daemlich reine Willkuer! Sowas macht mich so sauer!
Und hier hoerte der Bloedsinn noch nicht auf; der Reifen nahm sich selbst ein Motelzimmer (!), sass auf einem Bett (!), und schaute Telegymnastik (!!!). Mein Hirn verkrampft sich irgendwie, wenn ich versuche darueber nachzudenken, weshalb zum Teufel dieser verdammte Reifen-Of-Doom Telegymnastik geguckt hat. Es ist unfassbar random. Ein geballter WTF?!-Moment, der sich ueber den ganzen Film zieht.
Am naechsten Morgen ging dieser Reifen sogar noch duschen. Dann machte er sich auf den Weg zum Pool und lag da so'n bisschen im Pool des Motels rum.
Jedenfalls war der Reifen namens Robert auf der Flucht vor der Polizei und wenn ich jetzt noch mehr ueber diesen Film berichte, verrate ich das unglaublich sinnfreie und nicht-aufklaerende Ende, oder mein Kopf platzt, weil dieser Film so sinnfrei war.

Abschliessend kann man sagen; wer auf sinnfreie Filme steht, wieder mal einen franzoesischen Kunstfilm Trashfilm sucht, oder sich einfach mal beschaeftigen moechte, weil er sonst nichts zu tun hat, kann sich diesen Film gerne anschauen. Mehr als eine Zeitverschwendung war es in meinen Augen allerdings nicht. Auch wenn die Grundidee, von einem Film ueber die reine Willkuer, nichtmal schlecht ist, so muss man trotzdem sagen, dass dieser Film unbeschreiblich seltsam ist. und zwar in allen moeglichen Sinnen. Die Musikuntermalung ist zynisch amuesant und manche Szenen im Film ebenfalls. Sofern man ueber stumpfe Dinge wie platzende Lebewesen und Plastikflaschen lachen kann.

Nach dem Abspann erhofften wir uns noch eine Erklaerung ueber IRGENDWAS von dem, was da in den letzten 86 Minuten passiert war, aber nichts dergleichen kam, weshalb wir das einfach mal so hinnahmen.
Ich denke ich spreche fuer uns drei, wenn ich sage, dass wir alle ziemlich froh waren, als der Film vorbei war. Es gab wohl selten einen Film, der so unglaublich random war, wie RUBBER. Ein Trashfilm ueber einen Autoreifen, der Leute umbringt. Kranker Scheiss.

Rubber bei amazon.de
Rubber bei IMDB

Man dankt fuer's Lesen und so.
Torben

Montag, 1. August 2011

Filmkritik: The Valley Intruder

Montag, 1. August 2011
Oder aber auch: Der Killer mit vollgesabbertem Lutscherpapier.

Also bevor ich hier jetzt loslege muss ich mal eins loswerden; ZEHN LESER! Wohoo! *hust* Ich weiss, das ist nichts, aber man goenne mir den Spass.

Nungut. Ich habe mal beschlossen, eine richtige Filmkritik zu schreiben. Nagut, was heisst schon 'richtig'? Ich werde mich ueber den Film mal ein wenig auslassen.
Es war irgendwann mal vor einiger Zeit, als ich malwieder einen Abend bei der Anne verbrachte und wir uns nicht wirklich einig waren, was wir tun sollten.
Also kamen wir auf die glorreiche Idee, malwieder einen Film zu schauen. Bevorzugt einen schlechten Horrorfilm, weil die oftmals ungewollt lustig sind.
Wir sind jedenfalls nach einer etwas laengeren Suche auf folgenden Film gestossen;
The Valley Intruder (oder aber auch Nightstalker)
IMDB gab diesem Film eine phantastische 1,8 von 10. Und fuer alle, die damit nichts anfangen koennen; 1 ist schlecht, 10 ist super. Also musste dieser Film ja mindestens durchschnittlich sein, oder? Wir fanden jedenfalls, dass der Film schlecht genug fuer uns war und wir deshalb damit anfingen, den Film anzuschauen.

Wodrum geht es denn ueberhaupt in diesem Film?
Tja, das wuessten wir auch gerne. Angeblich gab's da mal, irgendwo in Florida einen Serienmoerder mit Süßwarenfetisch, der wahllos beschloss, Frauen umzubringen. Klar, liegt nahe, ne?
Dieser, etwa 70 minutenlange Film, zeigt dies auch auf... absolut bekloppte Weise. Es geht damit los, dass dieser 'Killer', welcher den Elan von acht Schlaftabletten besitzt, einen inneren Monolog fuehrt, den man als Zuschauer mitverfolgen darf muss. Das Problem besteht allerdings schon darin, dass unser Prinz Valium mit einer Begeisterung und Geschwindigkeit eines vergammelten Toastbrotes spricht, bzw. denkt.
So. Bereits an diesem Punkt haette ich mich schon ueber zig Dinge aufregen koennen. Unter anderem dieser dämliche Lutscher, der im Mund von unserem Frauenfeind steckte. Ehrlich; dieser Typ hatte zu ausnahmslos jedem Zeitpunkt des Filmes einen dummen Lutscher im Gesicht kleben. Das war an und fuer sich ja auch noch nicht weiter schlimm, aber er hat das Papier nicht abgemacht. Kann man das fassen? Der hat allen Ernstes prinzipiell Lollies im Mund gehabt, ohne das Papier ganz abzumachen. Stattdessen liess er das Papier immer auf Kinnhoehe am Stil rumhaengen, was sich vermutlich nach gewisser Zeit voellig mit Sabber vollsaugte.
Noch dazu kam dieses ewige Rumgeheule von diesem Typen. Aber das Lutscherpapier war schlimmer.
Anne und ich sassen also vor diesem Film...
...und wir wussten beide nicht, weshalb unser Moerder nun so traurig war. Vielleicht lag es auch daran, dass unser Schmierlappen-Lollipop-Fetischist grundsaetzlich ohne Oberkoerperbekleidung aus Baumwolle, aber Lederjacke rumlief. Wie soll man auch sonst im Sommer in Florida oder wo-auch-immer das spielte rumlaufen? Mit Lutscher im Gesicht! Aber keinem T-Shirt, sondern nur Lederjacke.
Und es hat uns als Zuschauer tierisch sauer gemacht, dass dieser Vollpfosten nie dieses verdammte Lutscherpapier abgemacht hat. Noch dazu hatte der furchtbar ungepflegte und fettige Haare, aber das LUTSCHERPAPIER! Wieso hat der das nie abgemacht? Boah!
Jedenfalls hat unser lieber Valley Intruder (woher der Name auch immer kommen mag) irgendwann mal die Idee bekommen, den Zuschauer wissen zu lassen weshalb er denn nun Frauen nicht so cool findet.
Drei Mal darfst du raten.
Er war nicht schwul, so viel steht fest.
Aber er hatte die schwere Kindheit.
Natuerlich, die schwere Kindheit. Der Gutste begann also mit einschlaeferndem Lallen zu erklaeren, was so dramatisches passiert war.
Er war wohl irgendwann mal bei seinem Onkel Jim und dieser hatte wohl die absolut nicht klischeebehaftete Rolle des tyrannischen Familienoberhauptes, das dem kleinen Valley-Intruder-Killer auf frauenfeindliche Weise die Welt erklaert. Und mit 'Welt' meine ich Lutscherpapiere, über-emotionalisierte Gedankengänge und kontraproduktive Haarpflege.
Kurz daraufhin sah man also mit grottiger Kamerafuehrung, wie der verhaltensauffaellige Onkel seine Frau erschoss und sich an dem Anblick ergoetzte.
Dieser absolut dramatische Wendepunkt im Leben unseres Killers lehrte dem Zuschauer dann auch, dass das Blut bereits an die Wand spritzt, bevor der Schuss abgefeuert wird und man grundsaetzlich schielen muss, wenn man erschossen wird. Ob ich das anders machen wuerde, laesst sich schlecht beurteilen. Jedenfalls kam auch diese Szene eher lustig rueber als wirklich ernstzunehmend, trotz der uebertrieben blutigen Darstellung, wofuer ich mich schon in dem Bildchen da entschuldige.
So kam es dann dazu, dass unser Triebtaeter von Lackaffe, nun wieder in der Gegenwart, auf die Idee kam, er braeuchte eine Prinzessin.
Klar, liegt nahe. Eine Prinzessin. Was auch sonst?
Ich denk mir das in manchen Situationen ja auch des oefteren, aber ich habe dabei kein angelutschtes Papier im Geischt. Es ist unglaublich wie sehr mich diese Lollies in dem Film genervt haben.
Kurz darauf kam es dann allerdings dazu, dass unser Prinz Valium seine Prinzessin Opium fand, nachdem er ein paar schielende Frauen erschoss und einfach so am Strassenrand chillte. Ihm lief also seine Prinzessin ueber den Weg und wie es in amerikanischen Filmen so ueblich ist, hat er die Prinzessin bekommen und die beiden gingen, gruftig und EVIL wie sie waren, in einen abgedunkelten Club. In diesem Etablissement waren zwar nur die beiden und ein paar weitere Anhaengsel unseres Schlafmittelgoths, aber das hinderte die nicht daran ein wenig zu koksen und dabei etliche Male "Heil Satan!" zu bruellen. Ich mein, der Drehbuchautor muss echt kreativ gewesen sein, denn man hoert zehn Minuten lang wirklich nichts anderes als diese beiden Worte, gefuehlte siebenhundertsechsundfuenfzig, in verschiedenen Tonlagen. Dabei sieht man nochmal unseren Grufti-Moerder, wie er ein paar Frauen umbringt, Lutscher lutscht und im Club sitzt. Das passiert aber zur selben Zeit auf dem Bildschirm des Zuschauers, weil wirklich drei verschiedene Szenen mit gewisser Transparenz uebereinander gelegt wurden, was am Ende allerdings nicht den (vermutlich) erwuenschten Drogeneffekt hatte, sondern eher an Kinderkotze erinnerte. Kinderkotze sag ich deshalb, weil man ja staendig Lutscherpapier sah.
Nachdem dieser absolut tiefgruendige und hochintellektuelle Dialog endlich beendet wurde, ging der Film noch weiter so und war vermutlich nur viel zu intelligent fuer Zuschauer wie uns.
Natuerlich will ich hier nicht das Ende verraten, aber er lutschte noch einige Lutscher weg bis der Abspann lief, so viel kann ich verraten. Es kam dann irgendwann noch eine zweite Prinzessin dazu und es wurde auch schon fast ertraeglich was den Film an sich betraf, aber eben auch nur fast.
Unser gedankenschwere Protagonist toetete natuerlich auch weiterhin Frauen, machte aber bei seiner dritten Prinzessin den fatalen Fehler. Vielleicht war's auch die vierte, es war schwer bei diesen tiefgruendigen Dialogen noch mitzukommen.
Aber das Ende war dann auch total unerwartet und voll nicht vorhersehbar. Und so...
Und so ging es noch ein wenig weiter bis irgendwann tatsaechlich der Abspann lief...

So.
Das war keine wirkliche Kritik, das ist mir schon klar, aber mal ganz im Ernst; dieser Film war ein absoluter Mist und der Drehbuchautor gehoert verklagt fuer so etwas. So leid es mir tut, dieser Film war die reinste Zeitverschwendung und war durch die amateruhaften Aufnahmen, lausige Kamerafuehrung, und miese Dialoge nicht einmal die 1,8 von 10 Sternen wert, die IMDB vergab. Natuerlich hatten wir schon ziemlichen Schund erwartet als wir die Bewertung gelesen haben, aber dass SO etwas dabei rauskam grenzt an Hirnzellenvergewaltigung.
Angeblich ist diese Geschichte ja wirklich in den 80er Jahren passiert und ich will auch nicht anzweifeln, dass es wirklich grausam war, aber sollte dieser Moerder noch leben; er wuerde sich selbst schaemen, dass seine Taten auf so eine Weise umgesetzt wurden.

Fuer das Protokoll:
Ich will in diesem Beitrag weder Frauenfeindlichkeit, noch Gewalt verherrlichen. Ich moechte die wahre Geschichte nicht herunterspielen und mich ueber die wirklichen Opfer nicht lustigmachen. Es geht hier nur und ausschliesslich um den produzierten Film von Ulli Lommel. Dieser Beitrag distanziert sich von der wahren Geschichte.
Ich habe zudem absichtlich keine Links zu dem Film geposted, weil er keine Jugendfreigabe hat und wer sich es wirklich antun moechte, soll selber bei amazon.de oder aehnlichem suchen. 

Blablabla und so. Vermutlich waren diese Zeilen auch einfach nur ueberfluessig, aber man will sich ja nichts anhaengen lassen, ne?
Und weil nun mein PC rumspinnt, ist es an der Zeit, sich zu verabschieden und das elende Lutscherpapier aus meinen Gedanken zu verbannen.

Man dankt fuer's Lesen.
Torben