Dienstag, 14. Februar 2012

Der Drucker, der den Regenwald niedermachte.

Dienstag, 14. Februar 2012

Nagut. Ich gebe zu, dass ich definitiv zu lange nichts mehr von mir habe hoeren lassen, aber das hat seine Gruende, weil ich ja beschaeftigt bin. Und so. Mit Schule zum Beispiel. Oder mit Antraegen, die mir noch den letzten Nerv rauben. Jedoch melde ich mich zurueck. Ich habe immernoch nicht vor diesen Blog aufzugeben oder so. *Staub wegpuste*

Die Ueberschrift laesst es schon vermuten; ich berichte heute von meinem Drucker! Yay, Technik aus der Hoelle!
Ich habe mir diesen Drucker, einen Epson Stylus SX125 vor einiger Zeit gekauft, weil der Preis wirklich gut war und man die Tintenpatronen einzeln nachkaufen kann, was eine Menge Geld spart.
Egal, ich muss hier kein Fach-Chinesisch raushauen; in der Theorie ist das Ding wunderbar, in der Praxis ist es launisch. Wie ich, wenn ich zu lange- Oh guck mal, ein Eichhoernchen!
Es begann bereits beim Auspacken mit der Verwirrung. Eine Bedienungsanleitung war quasi nicht vorhanden. Stattdessen nur zwei Doppelseiten mit bunten Bildern, die einem angeblich zeigen sollen, wie man den Drucker anschliesst, die Patronen einlegt und das Papier richtig einlegt.

"Schliessen Sie den Drucker mit einem USB-Kabel an."
Witzig, denn es gibt garkein USB-Kabel. Das ist ja leider oft bei neuen Geraeten so. Weil man moechte ja sparen. Aber die Sicherheitshinweise muessen unbedingt auf Suaheli, Chinesisch, Taiwan und Klingonisch mit dabei sein. Aber bloss kein USB-Kabel.
Naja, ich hatte noch ein USB-Kabel und habe das dann benutzt. Soweit so gut.

Ich gestehe, dass ich diesen Post vor einer gefuehlten Ewigkeit angefangen habe und ein wenig den Faden verloren habe, aber man moege es mir verzeihen.

Ich weiss jedenfalls noch, dass sich der Drucker soweit gut einstellen liess und anfangs auch halbwegs gut funktionierte, aber schnell entschied sich auch diese Maschine dazu, sich gegen mich zu verschwoeren. Normal, ne?


Der Drucker begann nach einiger Zeit damit, eingezogenes Papier nicht mehr zu bedrucken, sondern einfach zu zerknuellen. Ich hatte mir also quasi einen 50-Euro-Papier-Zerknuellerer gekauft! Das hat nicht jeder.

Nun ist das aber ja so, dass ich mit diversen Papierkram beschaeftigt bin und somit auf einen funktionierenden Drucker angewiesen bin. Also habe ich ueberlegt was ich machen kann, damit mein selbsternannter Papierzerknuellerer of Doom seiner eigentlichen Bestimmung nachgeht und Papier bedruckt.

Ich probierte es mit langsamen Fuettern von Papier, sowie immer jede Seite einzeln bedrucken, aber nichts schien zu helfen. Mein Drucker Papierzerknuellerer machte froehlich die Regenwaelder nieder. Und da sind bestimmt jetzt irgendwelche Babyaffen ohne zu Hause oder so.

Ich gestehe, ich bin ein Mensch mit nicht all zu grosser Geduld. Jedenfalls hat's mir dann gereicht und ich habe einfach gefrustet aufgehoert Dinge zu drucken. Bzw. damit aufgehoert Dinge versuchen auszudrucken.

Als naechstes begann die Diskussion mit besserwisserischen Familienmitgliedern. "Torben, ein Geraet ist nur so dumm wie sein Benutzer." - "Nein, der Drucker kommt aus der Hoelle, hasst mich und will mich vernichten. Wie die Heizung."
Irgendwann kam jedoch ein entscheidener Hinweis. Ich selbst waere natuerlich im Leben nicht darauf gekommen.
"Mach den mal sauber, vielleicht steckt ja was drin."
Mein erster Gedanke war natuerlich; "Wie um alles in der Welt soll da was reinkommen? Der steht auf meinem Schreibtisch inner Ecke."

Tjaha. Aber weil man nicht Ruhe gibt, bevor man das ausprobiert hat, habe ich also waehrend einer Skype-Session den Drucker einmal auf den Kopf gestellt, kurz geschuettelt und... Ratta-ratta-ploep!
Ein dunkelblaues Plastikteilchen einer Fantaflasche kam heraus.
Ich kann mir nicht erklaeren WIE es in diesen Drucker gelangte und ich weiss auch nicht, wieso dieses kleine blaue Plastikteilchen, das immer an den Deckeln dieser Drehverschlussplastikpfandflaschen ist, in meinem Drucker wohnen wollte.

Jedenfalls fiel es hinaus und seitdem druckt der Drucker einwandfrei und umweltfreundlich. Zumindest so umweltfreundlich wie es ein Tintenstrahldrucker nunmal erlaubt.
Technische Details? Keine Ahnung, das Ding druckt. Stiftung Torbentest bestanden.
Oder so.

Und da es nun eine wirklich unfassbar lange Pause gab, werde ich die Tage wieder weiter schreiben und ich kann schon so viel verraten; die Heizung macht Probleme. Das nicht zu wenige.

Die Firma dankt fuer's Lesen.

Montag, 12. September 2011

Wenn die Heizung sogar im Standby-Modus failt.

Montag, 12. September 2011
Es scheint mir langsam, dass diese Geschichte und die damit verbundenen Qualen nie wieder aufhoeren werden. Einige Zeit ist vergangen, ich hatte zu wenig Zeit um hier etwas zu schreiben und nun sind gerade eben mein Vermieter und ein Heizungshandwerker der Firma aus der Tuer entschwunden.

Gibt es wieder neu dazugestossene? Hier die Teile eins bis drei;

Teil 1

Von wo aus muss ich weiter berichten?
Nachdem ich also kein warmes Wasser fuer einige Zeit hatte, war es eines Tages, als ich gerade los wollte, um einkaufen zu gehen. Spuelen ging ohne warmes Wasser schlecht und deshalb beschloss ich mich mit meinem Einkaufskorb auf den Weg zu machen.
Als ich dann bald wieder zu Hause ankam, so bemerkte ich einen seltsamen Geruch... Es war nicht der bestialische Gestank, von dem Tag im Mai, als meine Heizung explodierte, sondern es war eher ein Geruch nach... warm. Es roch einfach nach Heizung. Deshalb naeherte ich mich dem Heizkoerper im Wohnzimmer und bemerkte dann schmerzhaft, dass das Ding SO heiss gelaufen ist, dass ich das nicht mehr anfassen konnte.
Muss ich dabei erwaehnen, dass es draussen um die gefuehlten 30 Grad waren? Ich habe gedacht, ich muesste bald sterben, wenn das so weiter geht.
Jedenfalls war es dann soweit, dass ich wieder meine  Vermieter anrief und Bescheid gab, dass dieses Ding wieder einmal rumspinnt, obwohl es ja sogar so eingestellt war, dass es sich NUR noch und ausschliesslich um warmes Wasser kuemmern sollte. Und es tat genau das Gegenteil.
Mein Vermieter hatte gesagt, dass er es so schnell wohl nicht mehr schafft, aber gab mir ein paar Tipps was ich tun konnte. Sicherung raus war jedoch am effektivsten. Also verbrachte ich den restlichen Tag mit einer Affenhitze in der Wohnung (weil lueften bei den Aussentemperaturen auch nicht ging), und mit der Ueberlegung, was ich essen koennte.
Ich war ja eh schon stinksauer, weil nichts funktionierte, aber als mir dann am Abend mein Essen voellig missglueckte und meine ersehnte Balsamico-Sauce mit einem braun-schwarzem Feuerwerk bis unter die Abzugshaube und durch die halbe Kueche spritzte, platzte mir der Kragen voellig. Ich war SO wuetend, dass ich alles und jeden kaputtmachen wollte, aber mich dann nur dazu entschloss, den versauten Topf zu putzen. Fuer die Balsamico-Sauce hatte ich ja Zucker in Oel karamellisieren muessen und das vertrug sich dann mit dem Essig nicht, also wollte ich heisses Wasser reinmachen um den Mist sauber zu machen. Natuerlich ging das nicht, weil kein warmes Wasser aus der Leitung kam und somit eiskaltes Nass in den Topf lief. Dies fuehrte dann dazu, dass der Zucker direkt wieder kalt und somit hart wurde und sich nicht entfernen liess...
Das war dann auch schon einer dieser Momente, in denen man anfaengt mit dem linken Auge zu zucken, weil man so unfassbar sauer ist.
Also warf ich schnell wieder die Sicherung rein um das warme Wasser zu bekommen, aber das kam nicht. Dafuer wurde wieder der Heizkoerper im Wohnzimmer knallheiss.
Ich war also ziemlich stinkig zu diesem Zeitpunkt, aber nunja. Irgendwie kam doch irgendwann heisses Wasser und der Topf wurde sauber, ich probierte es nochmal mit meiner Sauce, diesmal nach eigenen Ideen und es wurde auch was geniessbares am Ende.

Jedenfalls ist das ja noch nicht alles.
Denn Fakt ist; dieses Ding machte mein Leben zur Hoelle. Mein Vermieter tauchte irgendwann doch wieder auf, schaute wieder hinein und vereinbarte einen Termin mit einem von dem Kundendienst der netten Firma.
Ich googlete mich noch einmal durch's Internet und stiess auf folgende, aufmunternde Worte zum Thema meiner Heizung, denn scheinbar war ich nicht der einzige, der leidet.

"Nach 4 Jahren ist der Wärmeaustauscher undicht. Das Wasser ist in die Steuerungsanlage und die Gasanlage gelaufen. Ergebnis ist ein wirtschaftlicher Totalschaden. Trotz Gutachten und eindeutiger Sachlage keine Reaktion von DeDietrich. Schaden fast 5.000 Euro. [...]"

"Absolut stumperhafte Homepage, Kundenservice in Deutschland nicht erreichbar, schlechte Ersatzteilbeschaffung; nie mehr DeDietrich."

"Auch ich habe nichts positives über DeDietrich zu berichten. Im Frühjar 2006 wurde in unserem Haus ein neues Gas-Brennwertgerät DeDietrich City Condens 1.24 eingebaut. Im März diesen Jahres war die Pumpe hinüber. [...]" 

- Quelle: Hier.

 Sind das nicht aufmunternde Worte?
Wie ein Wunder schaffte es mein Vermieter dennoch, jemanden zu erreichen, der bald zu mir kommen wollte, um dieses Ding aus der tiefsten Ebene der Hoelle zu reparieren.
Der Termin war heute und wisst ihr was?
Diese Heizung hier...
...funktionierte die ganze letzte Woche ueber wieder einwandfrei. Und heute kam der Techniker um eine funktionierende Heizung vorzufinden. Ich komme mir mit diesem Teil so unfassbar verarscht vor.
Aber gut. Der nette Mann vom Kundendienst war wirklich freundlich und schraubte dann auch im Endeffekt anderthalb Stunden an meiner Heizung rum und liess Wasser ab;
Es war dann jedenfalls so, dass sich der nette Mann nebenbei mit meinem Vermieter unterhielt und ich daneben wie ein Vollidiot rumstand und bloed guckte.
Und es wurde weiter an meiner Heizung geschraubt, noch mehr Teile ausgetauscht und dann irgendwann nochmal kurz ein bisschen die Wohnung geflutet;
Ungluecklicherweise landete wirklich viel von dem Wasser auf dem netten Handwerker.
Jedenfalls war's dann so, dass die beiden Sanitaer-Fachmaenner insgesamt anderthalb Stunden an diesem Geraet rumschraubten, aufschraubten, austauschten, etc.
Irgendwann meinte der Handwerker dann, er haette das Problem gefunden. Dies zog er aber recht schnell wieder zurueck und teilte mir mit, er hatte die Probleme gefunden. Er zeigte mir 'nen neuen Kniff fuer warmes Wasser und sagte, es liegt wohl grossteils an der Elektronik, erklaerte mir noch einige Dinge und meinte, er wuerde uebermorgen mit einer neuen Platine (?) oder so, wieder kommen.
Die beiden verabschiedeten sich und ich habe nun vorerst wieder warmes Wasser und kann sogar heizen wenn ich wollte.

Dennoch glaube ich nicht, dass die Heizung jetzt aufgeben wird. Nicht nach all dem, was schon passierte... Was glaubst du? Gibt es etwas, dass ich noch tun sollte? Was haeltst du von dieser Heizung? Ding aus der Hoelle oder einfach ein Alien, der/das meine Vernunft essen moechte? Comment section below, 'n stuff.

Man dankt fuer's Lesen.
Torben.

Samstag, 27. August 2011

Die Rache Der Eiswasserheizung!

Samstag, 27. August 2011
Guten Abend alle miteinander...
Jetzt gerade, in diesem Moment, frage ich mich, weshalb ich hier noch schreibe, denn aufgrund des Titels dort oben, werden sich die meisten schon denken koennen, was passiert ist.
Ich verrate so viel; es hat mit meiner Heizung zu tun und damit, dass es KEIN warmes Wasser gibt.

Ihr kennt sie sicher noch, oder? Wie koennte man auch diesen metallgewordenen Alptraum nur vergessen?

Wir erinnern uns zurueck;
Ich kaempfte bereits gegen meine Heizung. (Teil 1)
Und der Kampf dauerte sehr lange Zeit an... (Teil 2)

Doch wie wir bekanntlicherweise alle wissen, sind gute Dinge prinzipiell drei. In diesem Fall vermutlich noch mehr, aber momentan ist ja noch kein Ende abzusehen.

Vielleicht sollten wir noch ein paar Tage zurueckgehen in der Zeit. Denn ich glaube einfach, ich habe ein schlechtes Karma und habe in meinem frueheren Leben etwas unglaublich dummes getan, oder war etwas, das andere menschen terrorisiert hat. Wer weiss, vielleicht war ich ja ein De Dietrich City Condens 2.24?
Jedenfalls war es ein schoener Donnerstag, als ich nach langer Zeit malwieder mit meiner Schwester unterwegs war...

...und wir irgendwann fuer mich einkaufen gefahren sind. Wobei geschlichen vermutlich ein zutreffenderes Wort waere. Denn vor uns tuckerte ein Auto, gesteuert von einem aelteren Herren, der das Auto offensichtlich nicht zu bedienen wusste.

Er fuhr mit 45 mit einer 70er-Zone.
Er hielt es nicht fuer noetig, den Blinker zu setzen.
Er hat die Kurven in einem riesigen Bogen gefahren.
Er hatte bei einer von rot auf gruen springenden Ampel das Reaktionsvermoegen eines Gummistiefels.

Ich weiss, ich fahre ja selbst noch kein Auto in Deutschland, und sollte deswegen nicht urteilen, aber es erschwerte den Weg zum Parkplatz des gewuenschten Discounter um einiges. Jedenfalls sei gesagt, dass ich die Theorie aufgestellt habe, dass sich das Fahrverhalten anderer negativ auf die Laune meiner Schwester auswirkt.
Jedenfalls waren wir dann irgendwann beim Ziel angelangt und kauften einige Sachen ein, die grossteils eher das Gegenteil von dem waren, was man als gesund bezeichnen koennte...
Jedenfalls passierte dann an der Kasse etwas, das ich als schlechtes Omen auffasste...
Meine geliebte Schwester war jedenfalls der festen Ueberzeugung, dass diese aeltere Dame, die vor uns an der Kasse stand, aus der Hoelle kaeme. Ich fragte verdutzt wie sie denn auf so eine Idee kommen wuerde, aber sie meinte, dass die das im Blut hat. Sie riecht sowas, wenn jemand aus der Hoelle kommt. [Diese Passage kann Spuren von Ironie und nicht ernst gemeinten Aussagen enthalten.]
Schoen und gut, das klingt noch nicht weiter schlimm, aber das Beunruhigende kam, als die Frau vor uns ihre drei, vier Teile bezahlte und die Kassiererin ihr den Betrag von SECHS EURO SECHSUNDSECHZIG nannte. 6,66€! Ist das zu fassen? Ich nehme es niemanden uebel, wenn er mir das nicht glaubt, und waere ich nicht selbst dabei gewesen, wuerde ich es auch nicht glauben.
Und ich denke, man muss nicht mehr erwaehnen, dass meine Schwester und ich an der Kasse standen und Traenen gelacht haben. Ich habe mich im uebertragendem Sinne quasi zerrissen vor Lachen.
Vielleicht haette ich das nicht tun sollen, denn als ich bezahlt habe, hatte mir das Kartenlesegeraet 'ne echt uncoole Nachricht entgegen geschleudert und meinte, meine Geheimzahl sei falsch.
Da verging mir natuerlich sofort das Lachen und ich waere fast heulend zusammengebrochen. Wobei hier ebenfalls eine dezente Uebertreibung vorliegt. Beim zweiten Versuch ging's ja auch, aber trotzdem hat mich das in dem Moment voll fertig gemacht.

Das war jedenfalls das schlechte Omen das ich meinte und nun kommen wir auch mal so langsam zum eigentlichen Sinn diesen Beitrags.
Heute, Samstag, stand ich gegen Mittagszeit in meiner Kueche und wollte eine Schale spuelen und drehte das Wasser auf...
Ich wartete also auf warmes Wasser.
Dann hoerte ich ein beunruhigendes Rauschen, das aus der Richtung meiner Heizung kam.
Sie fiel aus.
Komplett.
Nachdem es nun monatelang gut ging, und ich jeden Tag warm duschen konnte, aber auf normales Heizen verzichten musste, so war auf einmal das warme Wasser weg. Es war mir unklar wieso und ich wusste nicht, was ich tun sollte.
Ich probierte einige meiner frueher erlernten Techniken aus um es zum Laufen zu bringen, jedoch ohne Erfolg. Ausserdem standen nun meine geliebten Buecher und andere Dinge in und auf einem Regal direkt daneben und wuerde die Heizung noch ein weiteres Mal meinen, sie muesste sich jetzt kreativ ausleben, so waeren die Buecher dahin gewesen. Also liess ich die Heizung in Ruhe, rief meinen Vermieter an und fragte ob er morgen kommen koennte. Konnte er aber nun leider nicht und er sagte, er versucht, dass er heute noch vorbei kommt.
Ich hatte nun also keine Zeitangabe bekommen und meine Wohnung sah aus, als waere eine rosa Einhornbombe eingeschlagen. Panik brach aus.
Hysterisch begann ich damit, in einem Affentempo die Wohnung zu grundreinigen und war auch nach anderthalb Stunden fertig und konnte schon meine Buecher retten und sie behutsam auf den Wohnzimmertisch, fernab der Heizung legen...
Von meinem Vermieter fehlte bislangen jegliche Spur.
Dann telefonierte ich kurz mit meinen Eltern.
Immernoch nichts vom Vermieter.
Also begann ich damit, diesen Blogpost zu schreiben und waehrend ich den Text hier geschrieben habe, kam ein ueberraschendes Klacken von meiner Heizung.
Ich ging zu ihr und schaute nach was passiert war.
...
Sie fuhr hoch. Also scheint sie wieder zu funktionieren...
Sollte es so sein, so haette ich meinen Vermieter umsonst belaestigt, er wuerde sich verarscht vorkommen und meine Heizung wuerde sich freuen...
Aber ich werde jetzt einmal ausprobieren, ob es wirklich stimmt und ich wieder warmes Wasser habe.
...
Ich drehe das Wasser auf, die Heizung gibt ein bekanntes, vielsversprechendes Surren von sich und... Ich habe warmes Wasser!
...
Oh, aber wer haette das gedacht! Eine Fehlermeldung taucht auf und das warme Wasser ist wieder weg.
Dieser De Dietrich City Condens 2.24 ist die reinste Hoellenmaschine.
Ich habe es wirklich versucht, und ich habe diesem Ding mehr als nur eine Chance gegeben, aber es reicht mir langsam. Staendig die Probleme mit der Heizung. Nun funktionierte das normale Heizen also nicht, okay, aber jetzt auch garkein warmes Wasser mehr?
Ich bekomme hier noch radikale Zerstoerungswut, liebe Freunde...

Jedenfalls weiss ich nicht was ich tun soll und bin mit meinem Latein am Ende.
Man dankt fuer's Lesen, die Fortsetzung folgt...

Und zwar HIER!

Ein kalt lebender Torben.
UGH!

Sonntag, 21. August 2011

Filmreview: RUBBER

Sonntag, 21. August 2011
Der gestrige Abend bei der Anne und ihrem Freund war Anlass genug, mich mal einem weiteren Blogeintrag zu widmen. Und zwar wieder einem Filmreview, wenn man das so nennen kann. Die Rede ist von einem "Horrorfilm" zumindest sollte es ein solcher werden. Oder doch eher eine Horrorkomoedie? Horrortrash? Keine Ahnung, was es wirklich war, es stellte sich aber auch zu keinem Zeitpunkt heraus.

Zur Filmbeschreibung:
"Irgendwo in der Wüste des weiten amerikanischen Westens versammelt sich eine Gruppe Menschen mit Ferngläsern, um Zeuge eines außergewöhnlichen (Natur?-)Schauspiels zu werden. Und tatsächlich erwacht alsbald irgendwo zwischen den Sträuchern ein unscheinbarer alter Autoreifen zum Leben, rollt beinahe unentschlossen mal hierhin und mal dahin, folgt schließlich einer hübschen jungen Autofahrerin und bringt unterwegs alles um, was sich ihm in den Weg stellt oder seine Erscheinung nicht mit dem nötigen Respekt quittiert." 

Wir sassen gestern Abend also, diesmal zu dritt, auf der Couch und starrten interessiert auf den Vorspann.
Und in diesem Vorspann passierte erstmal nicht viel.
Man sah die Wueste, bzw. eine Art Steppe. Vermutlich irgendwas in Texas, weil es da ja auch nichts anderes gibt, ne? Jedenfalls sah man dann Stuehle. Ein Haufen Stuehle und daneben einen plump dreinguckenden Mann mit Hornbrille und Krawatte.
Daraufhin kam ein Polizeiwagen, der die Stuehle im Schneckentempo umfuhr und dann anhielt. Danach oeffnete sich der Kofferraum und ein Polizist stieg heraus und erklaerte dem Zuschauer, dass dieser Film eine Hommage an die Willkuer sei und begruendete zahlreiche Dinge mit den beiden Worten: "Reine Willkuer." Er begruendete damit auch sonst alles und jeden. Warum sich Liebespaare in Filmen verlieben, weshalb manche Menschen Wuerstchen moegen, etc. Reine Willkuer.
Natuerlich koennte man sich jetzt einreden, dass das 'ne super Idee ist, aber das anedert nichts an der Tatsache, dass der Film bescheuert ist.
Ein Reifen, der spaeter noch Robert genannt wurde, obwohl wir drei als Zuschauer "Bambi" viel schoener gefunden haetten, stand also irgendwann einfach auf. Ja, richtig. Der Reifen aus der Wueste stand aus reiner Willkuer einfach auf und begann ein wenig damit, ganz willkuerlich durch die Gegend zu rollen.
Er rollte und rollte einfach so durch die doofe Gegend.


 Und waehrend er so rollte, traf er dann bald auf eine Plastikflasche, wo er rueber rollte und scheinbar gluecklich darueber war. (Allerdings hat er nicht angefangen zu huepfen, was ich viel schoener gefunden haette.) Dann kam er zu einem kleinen Skorpion, rollte ueber ihn (Kanck.) und rollte weiter. Bis zu einer Glasflasche, die er nicht kaputtrollen konnte. Und weil sich unser Reifen schon von alleine bewegen konnte, hat er hier noch seine anderen Faehigkeiten gezeigt; er kann durch Telekinetik/Telepathie/I-don't-give-a-shit/Mentalkraft Dinge zum Platzen bringen. Welcher Autoreifen mit Eigenleben kan das nicht? Und das hat er im Film auch oft genug gemacht, das mit dem Platzen lassen. Eigentlich ist nichts anderes passiert, aber scheinbar sollte man das als Zuschauer ultracool oder witzig finden.. Nichts passierte, ausser dass die Leute mit den komischen Fernglaesern, willkuerlich dumm gehandelt haben und alle vergiftet wurden, aber egal.
Zurueck zu unserem Reifen, er traf dann naemlich bald auf ein Kaninchen.
Jedenfals ging dies dann ueber den ganzen Film. Es folgte noch ein Rabe, der noch dran glauben musste, aber danach platzten nurnoch Koepfe von irgendwelchen unwichtigen Nebencharakteren und Statisten. Vermutlich wieder reine Willkuer. Aber die reine Willkuer kann mich mal, weil das echt eklig, dumm und absolut nicht lustig war. Dieser Reifen kam also bald an ein Motel, wo er einer Frau beim Duschen zuguckte.
Und nun kam eine dieser Szenen, die mich unglaublich doll aufgeregt haben. Eine ganz bestimmte Art von Szene, die mich immer wieder aufregen; und zwar Szenen, die absolut unlogisch sind.
 Fassen wir mal zusammen;
1. Die Frau steht nackt in ihrem Motelzimmer, waehrend...
2. ...die Motelzimmertuer offen steht.
3. Die Dusche ist bereits an, obwohl die Dame nicht drunter steht.
4. Die Badezimmertuer ist offen. Die Feuchtigkeit verteilt sich dann schoen im ganzen Motelzimmer. Schimmel ahoi. Und die Putzfrau muss dann gegen den Schimmel kaempfen. Toll. Das ist teuer und aufwaendig. Nur weil irgendso'ne Kuh die Badezimmertuer offen gelassen hat.
5. Ein Reifen spannt.

Himmelherrgottnochmal; ein Reifen guckt der Frau beim Duschen zu. Hallo?! Drehbuchautor, wo warst du als der gesunde Menschenverstand verteilt wurde? Der fuenfte Punkt ist ja noch vertretbar, weil es in dem Film darum geht, dass der Reifen alles umbringt, aber die anderen Punkte sind einfach nur daemlich reine Willkuer! Sowas macht mich so sauer!
Und hier hoerte der Bloedsinn noch nicht auf; der Reifen nahm sich selbst ein Motelzimmer (!), sass auf einem Bett (!), und schaute Telegymnastik (!!!). Mein Hirn verkrampft sich irgendwie, wenn ich versuche darueber nachzudenken, weshalb zum Teufel dieser verdammte Reifen-Of-Doom Telegymnastik geguckt hat. Es ist unfassbar random. Ein geballter WTF?!-Moment, der sich ueber den ganzen Film zieht.
Am naechsten Morgen ging dieser Reifen sogar noch duschen. Dann machte er sich auf den Weg zum Pool und lag da so'n bisschen im Pool des Motels rum.
Jedenfalls war der Reifen namens Robert auf der Flucht vor der Polizei und wenn ich jetzt noch mehr ueber diesen Film berichte, verrate ich das unglaublich sinnfreie und nicht-aufklaerende Ende, oder mein Kopf platzt, weil dieser Film so sinnfrei war.

Abschliessend kann man sagen; wer auf sinnfreie Filme steht, wieder mal einen franzoesischen Kunstfilm Trashfilm sucht, oder sich einfach mal beschaeftigen moechte, weil er sonst nichts zu tun hat, kann sich diesen Film gerne anschauen. Mehr als eine Zeitverschwendung war es in meinen Augen allerdings nicht. Auch wenn die Grundidee, von einem Film ueber die reine Willkuer, nichtmal schlecht ist, so muss man trotzdem sagen, dass dieser Film unbeschreiblich seltsam ist. und zwar in allen moeglichen Sinnen. Die Musikuntermalung ist zynisch amuesant und manche Szenen im Film ebenfalls. Sofern man ueber stumpfe Dinge wie platzende Lebewesen und Plastikflaschen lachen kann.

Nach dem Abspann erhofften wir uns noch eine Erklaerung ueber IRGENDWAS von dem, was da in den letzten 86 Minuten passiert war, aber nichts dergleichen kam, weshalb wir das einfach mal so hinnahmen.
Ich denke ich spreche fuer uns drei, wenn ich sage, dass wir alle ziemlich froh waren, als der Film vorbei war. Es gab wohl selten einen Film, der so unglaublich random war, wie RUBBER. Ein Trashfilm ueber einen Autoreifen, der Leute umbringt. Kranker Scheiss.

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Man dankt fuer's Lesen und so.
Torben

Montag, 8. August 2011

Das Organisationswunder: Institution Schule!

Montag, 8. August 2011
Der erste Schultag!
Heute, meine lieben Freunde, war der erste Schultag in Rheinland-Pfalz! (Partey~! Wohoo!) Und das ist von Interesse, weil auch ich heute mit meiner weiteren Schulausbildung begann.
Seit gestern Morgen war ich im Prinzip nicht mehr ansprechbar vor Angst vor dem Schulanfang. Natuerlich hab' ich Paras vor Schulanfaengen, die sind boesartig und extremst uncool. Man kennt weder Lehrer, noch sonst irgendjemanden um einen herum. Das ist einfach nur doof und fuehrt dazu, dass man sich unwohl fuehlt und nurnoch weg will, aber trotzdem nicht geht. Wobei ich, dank der Volljaehrigkeit, tatsaechlich die Moeglichkeit besäße dies zu tun. Aber nun denn, man ist ja scheinbar masochistisch veranlagt.
Mit einem aehnlichen Gedankengang bin ich gestern aufgestanden und behielt ihn fuer die meiste Zeit des Tages auch bei.
...
Ausser in den Momenten, in denen ich gegessen habe.
Diese Momente dauerten aber leider nicht all zu lang weshalb entweder mehr Essen herhalten musste, oder eine andere Ablenkung. Endete dann damit, dass ich Tee trank und dabei die 'Big Bang Theory' schaute. (Es sei angemerkt, dass ich die oben abgebildeten Dinge wirklich aß.)

Das nur nebenbei, darum soll's hier ja auch nicht wirklich gehen, denn das Thema ist ja mein Schulbeginn. Ich stand also heute Morgen, nachdem ich mir zwei Handywecker stellte, auf und wankte wie ein Untoter in das Badezimmer wo mich Rihanna's S&M aus dem Radio unter die Dusche trieb, zog mich daraufhin an, fruehstueckte, machte mich fertig, packte meine Sachen und verliess meine Wohnung. Draussen wartete ich im Regen auf meine Mitfahrgelegenheit. Hierbei muss ich anmerken, dass das Wetter durchaus zu meiner geistigen Verfassung passte. Und selbst wenn die Sonne geschien haette, haette ich gesagt, dass es geregnet hat um meiner dramatischen Geschichte hier mehr Ausdruck zu verleihen.
An der Schule angekommen, bewegte ich mich in die Turnhalle, wo alle Neuankoemmlinge hinsollten. Ich war relativ frueh dran, weshalb noch nicht viele dort waren, aber man musste dann in dieser Turnhalle seinen ausgesuchten Bildungszweig suchen. Und diese waren durch kunterbunte Zettel, die an den Waenden hingen markiert. Nachdem ich fast eine ganze Runde da lang lief, fand ich endlich den richtigen Platz und wartete, waehrend ich mir wie ein totaler Volltrtottel vorkam...
Ich sah viele Menschen und die Halle fuellte sich nach und nach. Nach einiger Zeit stellten sich auch einige zu  den Leutem um mich herum, aber ich fuehlte mich jetzt absolut fehl am Platz. Nach einiger Zeit stiess noch jemand zu den anderen und mir, die aehnlich verloren wie ich schien.
Naja, irgendwann sagte der Schulleiter ein paar seltsame, versuchend-waermende Wort und es kamen zwei Lehrer (Leerer?) zu uns, die beide ein wenig verwirrt schienen. Aber was soll's; es wurde eine Anwesenheitsliste zu leise durchgegangen, sodass niemand seinen Namen verstehen konnte, und bald machte man sich vereinzelt auf den Weg zum zuvor genannten Saal.
Ich saß dann etwas weiter hinten mit der zuvor angesprochenen Leidensgenossin (ich finde das Wort durchaus passend) und wir warteten bis sich der Saal fuellte.
Wir fuehlten uns beide sichtlich unwohl und bald begann unser etwas verwirrter Lehrer damit, die Schueler zu zaehlen. Dies machte er etwa drei Mal, aus welchem Grund auch immer. Wir waren jedenfalls SO viele, dass es fast zwei Klassen geworden sind, also verabschiedeten sich beide Lehrer und begannen damit, noch ZWEI Schueler zu suchen, die bereit sind, sich diesem Bildungszweig anzuschliessen damit die Klasse geteilt wird. Zuerst kam der eine Lehrer mit etwa vier anderen wieder und eigentlich schien nun alles gut. Man machte sich schon die Ueberlegungen wie man die Klasse nun teilen wuerde.
Daraufhin kam dann der zweite Lehrer wieder und brachte ueber ZWANZIG weitere Leute mit, womit sich das Teilen auch erledigt hatte.
Somit waren wir dann SO viele, dass fast drei Klassen daraus geworden waeren. Wurden's aber nicht. Dann wurde geteilt und im Prinzip waren alle, die neu hinzugestossen waren, die neue Klasse. Super.
Dann begann endlich mal etwas halbwegs produktives; es wurden Regeln durchgegangen und der Stundenplan diktiert, der ziemlich willkuerlich zusammengewuerfelt wurde. Also zwei Schulstunden Mathematikunterricht an einem Tag, allerdings nicht als Doppelstunde. Ausserdem vier verschiedene Lehrer fuer scheinbar ein einziges Fach. Wie das funktionieren soll weiss ich wirklich noch nicht, aber sollen die mal machen.
Es folgte eine Pause, in der sich die Leidengenossin und ich unterhielten und wir uns vorgehalten haben, dass es nur zwei Jahre dauern wird.
Dann, nach einigen Minuten, kam ein mir bekanntes Gesicht aus dem Gebaeude, das mich auch bald erblickte...
Der aufgeregte Riese war ein ehemaliger Klassenkamerad von mir und dachte offenbar noch, ich sei im Land der unbegrenzten Moeglichkeiten.
Anywho.
Nach dieser Pause folgte die Hausordnung und ein baldiger Raumwechsel, was den Tag beendete. Ich war tierisch froh, dass es keine ultrapeinliche Vorstellungsrunde mit Gummiball gegeben hat und hoffe, dass diese auch nicht noch kommen wird.
Abschliessend kann ich jedenfalls sagen, dass der heutige Tag wirklich nicht ganz so schlimm war wie ich geplant hatte und morgen vielleicht ohne paranoide Wahnvorstellung dort hingehen kann.
 Und das ist der offizielle Name meiner Klasse. Das ist eine absolut unstilistische Buchstabensuppe mit Sinn. Also quasi total langweilig... Hoehere Berufsfachschule fuer Rechnungswesen und Controlling, 2011, Klasse A. Kurz; HBFRC11a. Und nicht etwa Herbert, Olga oder Tabaluga, was mal viel kreativer und schoener klingen wuerde.
Nunja, ich werde diesen Beitrag vermutlich irgendwann, wenn ich mein Fachabitur habe, nocheinmal lesen und mich darueber freuen, dass alles anders wurde.
Ich hoffe dennoch auf eine ertraegliche Zeit, auch wenn ich hysterische Angst vor dem Sportunterricht habe. Egal, irgendwie wird das schon, schliesslich habe ich noch genug Tee im Schrank.

Man dankt fuer's Lesen.
Torben, der nun wieder die Schulbank druecken darf.

Montag, 1. August 2011

Filmkritik: The Valley Intruder

Montag, 1. August 2011
Oder aber auch: Der Killer mit vollgesabbertem Lutscherpapier.

Also bevor ich hier jetzt loslege muss ich mal eins loswerden; ZEHN LESER! Wohoo! *hust* Ich weiss, das ist nichts, aber man goenne mir den Spass.

Nungut. Ich habe mal beschlossen, eine richtige Filmkritik zu schreiben. Nagut, was heisst schon 'richtig'? Ich werde mich ueber den Film mal ein wenig auslassen.
Es war irgendwann mal vor einiger Zeit, als ich malwieder einen Abend bei der Anne verbrachte und wir uns nicht wirklich einig waren, was wir tun sollten.
Also kamen wir auf die glorreiche Idee, malwieder einen Film zu schauen. Bevorzugt einen schlechten Horrorfilm, weil die oftmals ungewollt lustig sind.
Wir sind jedenfalls nach einer etwas laengeren Suche auf folgenden Film gestossen;
The Valley Intruder (oder aber auch Nightstalker)
IMDB gab diesem Film eine phantastische 1,8 von 10. Und fuer alle, die damit nichts anfangen koennen; 1 ist schlecht, 10 ist super. Also musste dieser Film ja mindestens durchschnittlich sein, oder? Wir fanden jedenfalls, dass der Film schlecht genug fuer uns war und wir deshalb damit anfingen, den Film anzuschauen.

Wodrum geht es denn ueberhaupt in diesem Film?
Tja, das wuessten wir auch gerne. Angeblich gab's da mal, irgendwo in Florida einen Serienmoerder mit Süßwarenfetisch, der wahllos beschloss, Frauen umzubringen. Klar, liegt nahe, ne?
Dieser, etwa 70 minutenlange Film, zeigt dies auch auf... absolut bekloppte Weise. Es geht damit los, dass dieser 'Killer', welcher den Elan von acht Schlaftabletten besitzt, einen inneren Monolog fuehrt, den man als Zuschauer mitverfolgen darf muss. Das Problem besteht allerdings schon darin, dass unser Prinz Valium mit einer Begeisterung und Geschwindigkeit eines vergammelten Toastbrotes spricht, bzw. denkt.
So. Bereits an diesem Punkt haette ich mich schon ueber zig Dinge aufregen koennen. Unter anderem dieser dämliche Lutscher, der im Mund von unserem Frauenfeind steckte. Ehrlich; dieser Typ hatte zu ausnahmslos jedem Zeitpunkt des Filmes einen dummen Lutscher im Gesicht kleben. Das war an und fuer sich ja auch noch nicht weiter schlimm, aber er hat das Papier nicht abgemacht. Kann man das fassen? Der hat allen Ernstes prinzipiell Lollies im Mund gehabt, ohne das Papier ganz abzumachen. Stattdessen liess er das Papier immer auf Kinnhoehe am Stil rumhaengen, was sich vermutlich nach gewisser Zeit voellig mit Sabber vollsaugte.
Noch dazu kam dieses ewige Rumgeheule von diesem Typen. Aber das Lutscherpapier war schlimmer.
Anne und ich sassen also vor diesem Film...
...und wir wussten beide nicht, weshalb unser Moerder nun so traurig war. Vielleicht lag es auch daran, dass unser Schmierlappen-Lollipop-Fetischist grundsaetzlich ohne Oberkoerperbekleidung aus Baumwolle, aber Lederjacke rumlief. Wie soll man auch sonst im Sommer in Florida oder wo-auch-immer das spielte rumlaufen? Mit Lutscher im Gesicht! Aber keinem T-Shirt, sondern nur Lederjacke.
Und es hat uns als Zuschauer tierisch sauer gemacht, dass dieser Vollpfosten nie dieses verdammte Lutscherpapier abgemacht hat. Noch dazu hatte der furchtbar ungepflegte und fettige Haare, aber das LUTSCHERPAPIER! Wieso hat der das nie abgemacht? Boah!
Jedenfalls hat unser lieber Valley Intruder (woher der Name auch immer kommen mag) irgendwann mal die Idee bekommen, den Zuschauer wissen zu lassen weshalb er denn nun Frauen nicht so cool findet.
Drei Mal darfst du raten.
Er war nicht schwul, so viel steht fest.
Aber er hatte die schwere Kindheit.
Natuerlich, die schwere Kindheit. Der Gutste begann also mit einschlaeferndem Lallen zu erklaeren, was so dramatisches passiert war.
Er war wohl irgendwann mal bei seinem Onkel Jim und dieser hatte wohl die absolut nicht klischeebehaftete Rolle des tyrannischen Familienoberhauptes, das dem kleinen Valley-Intruder-Killer auf frauenfeindliche Weise die Welt erklaert. Und mit 'Welt' meine ich Lutscherpapiere, über-emotionalisierte Gedankengänge und kontraproduktive Haarpflege.
Kurz daraufhin sah man also mit grottiger Kamerafuehrung, wie der verhaltensauffaellige Onkel seine Frau erschoss und sich an dem Anblick ergoetzte.
Dieser absolut dramatische Wendepunkt im Leben unseres Killers lehrte dem Zuschauer dann auch, dass das Blut bereits an die Wand spritzt, bevor der Schuss abgefeuert wird und man grundsaetzlich schielen muss, wenn man erschossen wird. Ob ich das anders machen wuerde, laesst sich schlecht beurteilen. Jedenfalls kam auch diese Szene eher lustig rueber als wirklich ernstzunehmend, trotz der uebertrieben blutigen Darstellung, wofuer ich mich schon in dem Bildchen da entschuldige.
So kam es dann dazu, dass unser Triebtaeter von Lackaffe, nun wieder in der Gegenwart, auf die Idee kam, er braeuchte eine Prinzessin.
Klar, liegt nahe. Eine Prinzessin. Was auch sonst?
Ich denk mir das in manchen Situationen ja auch des oefteren, aber ich habe dabei kein angelutschtes Papier im Geischt. Es ist unglaublich wie sehr mich diese Lollies in dem Film genervt haben.
Kurz darauf kam es dann allerdings dazu, dass unser Prinz Valium seine Prinzessin Opium fand, nachdem er ein paar schielende Frauen erschoss und einfach so am Strassenrand chillte. Ihm lief also seine Prinzessin ueber den Weg und wie es in amerikanischen Filmen so ueblich ist, hat er die Prinzessin bekommen und die beiden gingen, gruftig und EVIL wie sie waren, in einen abgedunkelten Club. In diesem Etablissement waren zwar nur die beiden und ein paar weitere Anhaengsel unseres Schlafmittelgoths, aber das hinderte die nicht daran ein wenig zu koksen und dabei etliche Male "Heil Satan!" zu bruellen. Ich mein, der Drehbuchautor muss echt kreativ gewesen sein, denn man hoert zehn Minuten lang wirklich nichts anderes als diese beiden Worte, gefuehlte siebenhundertsechsundfuenfzig, in verschiedenen Tonlagen. Dabei sieht man nochmal unseren Grufti-Moerder, wie er ein paar Frauen umbringt, Lutscher lutscht und im Club sitzt. Das passiert aber zur selben Zeit auf dem Bildschirm des Zuschauers, weil wirklich drei verschiedene Szenen mit gewisser Transparenz uebereinander gelegt wurden, was am Ende allerdings nicht den (vermutlich) erwuenschten Drogeneffekt hatte, sondern eher an Kinderkotze erinnerte. Kinderkotze sag ich deshalb, weil man ja staendig Lutscherpapier sah.
Nachdem dieser absolut tiefgruendige und hochintellektuelle Dialog endlich beendet wurde, ging der Film noch weiter so und war vermutlich nur viel zu intelligent fuer Zuschauer wie uns.
Natuerlich will ich hier nicht das Ende verraten, aber er lutschte noch einige Lutscher weg bis der Abspann lief, so viel kann ich verraten. Es kam dann irgendwann noch eine zweite Prinzessin dazu und es wurde auch schon fast ertraeglich was den Film an sich betraf, aber eben auch nur fast.
Unser gedankenschwere Protagonist toetete natuerlich auch weiterhin Frauen, machte aber bei seiner dritten Prinzessin den fatalen Fehler. Vielleicht war's auch die vierte, es war schwer bei diesen tiefgruendigen Dialogen noch mitzukommen.
Aber das Ende war dann auch total unerwartet und voll nicht vorhersehbar. Und so...
Und so ging es noch ein wenig weiter bis irgendwann tatsaechlich der Abspann lief...

So.
Das war keine wirkliche Kritik, das ist mir schon klar, aber mal ganz im Ernst; dieser Film war ein absoluter Mist und der Drehbuchautor gehoert verklagt fuer so etwas. So leid es mir tut, dieser Film war die reinste Zeitverschwendung und war durch die amateruhaften Aufnahmen, lausige Kamerafuehrung, und miese Dialoge nicht einmal die 1,8 von 10 Sternen wert, die IMDB vergab. Natuerlich hatten wir schon ziemlichen Schund erwartet als wir die Bewertung gelesen haben, aber dass SO etwas dabei rauskam grenzt an Hirnzellenvergewaltigung.
Angeblich ist diese Geschichte ja wirklich in den 80er Jahren passiert und ich will auch nicht anzweifeln, dass es wirklich grausam war, aber sollte dieser Moerder noch leben; er wuerde sich selbst schaemen, dass seine Taten auf so eine Weise umgesetzt wurden.

Fuer das Protokoll:
Ich will in diesem Beitrag weder Frauenfeindlichkeit, noch Gewalt verherrlichen. Ich moechte die wahre Geschichte nicht herunterspielen und mich ueber die wirklichen Opfer nicht lustigmachen. Es geht hier nur und ausschliesslich um den produzierten Film von Ulli Lommel. Dieser Beitrag distanziert sich von der wahren Geschichte.
Ich habe zudem absichtlich keine Links zu dem Film geposted, weil er keine Jugendfreigabe hat und wer sich es wirklich antun moechte, soll selber bei amazon.de oder aehnlichem suchen. 

Blablabla und so. Vermutlich waren diese Zeilen auch einfach nur ueberfluessig, aber man will sich ja nichts anhaengen lassen, ne?
Und weil nun mein PC rumspinnt, ist es an der Zeit, sich zu verabschieden und das elende Lutscherpapier aus meinen Gedanken zu verbannen.

Man dankt fuer's Lesen.
Torben

Dienstag, 26. Juli 2011

Die Deutsche Bahn - Wie Es Nicht Funktioniert

Dienstag, 26. Juli 2011
Es gibt ja immer so ein paar Dinge, von denen man immer weiss, dass sie fuer gewoehnlich nicht so funktionieren wie sie sollten. Unter anderem auch die geliebte Deutsche Bahn. Das Ding ist nur; die Leute scheinen zu ignorieren, dass es nicht funktioniert. Hunderte von Menschen quetschen sich in viel zu enge Abteile und Wagons. Bei mir begann der Spass letzte Woche am Montag...

Ich freute mich tierisch ein paar geliebte Menschen wiederzusehen und wurde mit meinem Riesenkoffer, Rucksack und ueberteuerten Bahnticket von meiner Schwester an den Bahnhof gefahren. Wir waren natuerlich zu frueh da und warteten dann auf den Zug, der puenktlich am Homburger Hauptbahnhof mit mir losfuhr.
Dazu sei gesagt, dass der riesige schwarze Koffer geschaetzte 5.000 kg wiegte, und dabei zu hoch, zu breit und zu tief fuer die Gaenge der Deutschen Bahn ist. Zudem stellte ich hier die Theorie auf, dass es bei der sowas von deutschen Deutschen Bahn sicher Berufsvorraussetzung ist, kein einziges Wort Englisch sprechen zu koennen.
Ich kam jedenfalls puenktlich in Mannheim an, hatte dort etwa 25 Minuten Aufenthalt und fuhr dann weiter nach Essen. Dieser Zug musste allerdings irgendwo am Rhein, aus welchem Grund auch immer, fuer undgefaehr 20 Minuten halten, holte diese aber auch recht schnell wieder rein. Und dieser faszinierende und eigentlich selbstverstaendliche Fakt soll noch wichtig werden.

Long story short; Ich kam noch halbwegs puenktlich in Essen an, verbrachte dort eine phantastische Woche mit furchtbar tollen Leuten und hab' mich wie ein Eichhoernchen auf LSD ueber alles und jeden gefreut.
Und nun geht der eigentliche Bericht erst richtig los; schliesslich wollte ich ja nicht im Ruhrpott wohnen bleiben.
Also musste ich ja auch wieder zurueck nach Zweibruecken kommen...
Ich wurde von Poppie und ihrem Freund an den Hauptbahnhof in Essen gefahren und dort warteten wir auf meinen Zug. Mein Zug kam jedoch auf einem anderen Gleis an. Und zwar mit fuenf Minuten Verspaetung. Aber wenn der Zug zuvor 20 Minuten wieder reinholen konnte, muesste dieser es doch wohl schaffen, 5 Minuten wieder reinzuholen... Oder?
Okay, ich wusste, dass ich diesen Tag in Mannheim nur fuenf Minuten zum umsteigen hatte, aber ich war so dumm und dachte, dass der Zug dies wieder einholen koennte... Also war ich im Zug, setzte mich und schlief erstmal fuer 2 Stunden ein und sah dabei vermutlich furchtbar peinlich aus.
Okay, ich bin ehrlich; ich schreckte in diesen zwei Stunden vermutlich alle 5 Minuten hoch, weil ich dachte, ich haette verschlafen auszusteigen und wuerde nun weiter bis nach... Kiel oder so fahren. Schliesslich faehrt ja wohl staendig ein Zug von Essen ueber Mannheim nach Kiel. Das ist total logisch und absolut realitaetsnah.
Irgendwann fragte ich jedenfalls den Fahrkartenkontrolleur ob der Zug die fuenf Minuten Verspaetung wieder einholen wuerde. Er schaute angestrengt auf meine Fahrkarte und nickte.
Ich wartete also auf Mannheim. Einige Minuten davor hoerte ich es dann wieder; "Änd sänk ju foa träwelling wiss Deutsche Bahn!"
Irgendwann kam es und von den fuenf Minuten Verspaetung waren nurnoch zwei uebrig. Ich hatte also drei Minuten um von Gleis 8 zu Gleis 1 zu sprinten.
Beim Aussteigen war eine aeltere Dame vor mir, die natuerlich nicht die Geschwindigkeit eines Leoparden annahm um aus den Zug zu steigen. Und das nehme ich ihr auch nicht uebel. Fuer mich war es dennoch eher suboptimal.
Jedenfalls trottete diese nette und lebensfreudige Dame aus dem Zug waehrend ich unter dem Gewicht meines Koffers zerbersten durfte. An der frischen Luft angekommen, eilte ich an der Frau vorbei und hielt Ausschau nach den Treppen, die ungefaehr 50 Meter von mir entfernt waren. Super. Ich rollte den Koffer also mit einer Achterbahngeschwindigkeit vor mir her und ueberrollte vermutlich alles und jeden, das ich hinter meinem Koffer nicht erkennen konnte.

Was ich allerdings sehen konnte, waren zwei unfassbar wichtig aussehende Geschaeftsleute in Anzug, die es natuerlich nicht fuer noetig hielten sich zu beeilen oder aus dem Weg zu gehen. An den Treppen angekommen hievte ich meinen Koffer die gefuehlten eintausendsiebenhundert Stufen hinunter und wurde wieder zum Dampfwalzenrollator Of Ultimate Doom in dem ich das schwarze Schwergewicht gen Ausgang schob. Und nun ging's so richtig los. Ich konnte Gleis 1 nicht finden. Kann mir bitte jemand erklaeren, wie es moeglich ist, Gleis EINS nicht zu finden?! Ich sauste den Gang entlang, sah Gleis 7 bis 2, aber nicht 1. Das hat mich dann auch dezent fertig gemacht und merkte dann, nachdem ich schon halb in der Einkaufsmeile war und umkehrte, dass Gleis 1 dort war, wo Gleis 2 und 3 ausgeschildert waren. Liegt natuerlich nahe, ich verdammter Trottel.
Es kam, wie es kommen musste; ich sah den Zug nurnoch wegfahren...

Ich stand also etwas entnervt am Mannheimer Hauptbahnhof und trottete ueber Umwege zur Info und erklaerte meine Situation. Natuerlich ohne die aeltere Dame und eventuelle schwerverletzte Kinder unter meinem Riesenkoffer. Der Bahnangestellte, der vermutlich nicht viel aelter als ich selbst war, schaute mich an und sagte, dass mein Zug ja nur zwei Minuten Verspaetung hatte und man das ja rein theoretisch haette schaffen koennen. Natuerlich. Theoretisch schon. Mit diesem Koffer aber nicht.
Er gab mir dann aber eine neue Verbindung mit der ich ueber Kaiserslautern fahren sollte. Okay. Ich stellte mich also ans entsprechende Gleis und wartete auf meinen Zug. Und das war nicht irgendein Zug, sondern ein TGV. Ein Zug, der nach Frankreich faehrt und prinzipiell ueberfuellt ist.
Bereits am Gleis fuehlte ich mich voellig fehl am Platz.
Und so stand ich da. Ich stand einfach so da und wartete auf den Zug. Statt dem Zug, kam aber nur eine freundliche Durchsage, dass der Zug Verspaetung haette. Witzig, oder?
Als er dann endlich kam, herrschte furchtbarer Stau, denn es wollten zu viele Menschen in einen zu kleinen Zug. Alleridngs hatten die ihre Rechnung ohne meinen geliebten Monsterkoffer (also known as "Kindersarg") gemacht. Irgendwie schaffte ich es aber doch noch irgendwann und die vielen Menschen um mich herum verursachten noch mehr Verspaetung, weil viele wohl nicht das Prinzip der Zivilisation in oeffentlichen Verkehrsmitteln verstanden haben.
Als es aber irgendwann losging, fuhr der Zug durch verschiedene Bahnhoefe einfach hindurch. Dies fuehrte mich, intelligent wie ich bin, zu der Schlussfolgerung, dass es irgendwo Knoepfe gab, die man druecken muesste um, wenn man haette aussteigen wollen. Wie bei Bussen, verstehst du? Ich dachte zu diesem Zeitpunkt, dass wir schon laengst die franzoesische Grenze ueberschritten hatten und ich fragte mich bereits wie ich eine Nacht in Paris verbringen sollte, ohne zu sterben. Irgendwann hielt der Zug aber doch mit den Worten: "Änd sänk jo foa träwelling wiss Deutsche Bahn!" und es war sogar in Kaiserslautern. Jedoch hatte mein Zug Verspaetung gehabt und somit verpasste ich wieder meinen Anschlusszug. Lovely, isn't it?
Ich ging voellig entnervt zur Info und liess mein Ticket von einer extrem unfreundlichen Mitarbeiterin umschreiben (und so leid es mir tut, anders konnte man dieses Individuum am Schalter nicht beschreiben) und machte mich auf's Neue an ein anderes Gleis. Dort angekommen informierte ich ersteinmal die W.indprinzessin, die mich eigentlich genau an diesem Zeitpunkt in Homburg abholen wollte und auf dem  Bahnhof auf mich wartete, ueber meine Verspaetung.
Nach einigen Minuten kam die Ansage, dass mein Zug jedoch Verspaetung haette und etwa sieben Minuten spaeter eintreffen wuerde. Daraufhin begann ich bereits damit, die Deutsche Bahn zu verfluchen und ueberlegte wofuer ich eigentlich 80€ fuer Zugtickets bezahlt habe. Man haette mir fuer diesen Tag eher Geld geben muessen, damit ich das mitmache. So plante ich also schon wie ich es der Bahn haette heimzahlen koennen.
Als der Zug ankam, fragte ich ein nettes Ehepaar neben mir, ob sie wuessten ob dies der Zug nach Homburg war, aber die beiden waren genauso planlos wie ich und waren in einer aehnlichen Situation wie ich, was mich irgendwie beruhigte, denn man sagt ja immer; "Geteiltes Leid ist halbes Leid!". Es kam jedoch bald eine freundliche (!) Mitarbeiterin der Deutschen Bahn (wie oft durfte ich eigentlich jetzt schon den Namen dieser immer streikenden Institution schreiben?), die uns mitteilte, dass dies der richtige Zug sei.
Ich stieg ein und setzte mich hin. Bald kam jedoch eine Durchsage.
Ich hatte also einen tierischen Hals und wollte nurnoch in heimische Gefilde und diese abscheusslichen Bahnfahrten hinter mich bringen. Als es dann mal endlich losging und die nette Angestellte die Bahnkarten kontrollierte, fragte ich diese ob sie wisse, wann der Zug in Homburg ankommt.

Wobei ich an dieser Stelle wirklich sagen muss, dass diese Angestellte wirklich total huebsch, super lieb und nicht so duemmlich war wie es hier scheint, dagegen kann man nichts sagen, aber ich war trotzdem verwirrt.
Ein anderer Fahrgast, vermutlich genauso alt wie ich, sagte mir er wuerde Punkt 8 ankommen. Wie ich erst spaeter erfuhr, meinte er damit die Endstation, nicht etwa Homburg.
Somit stand ich, nachdem ich der W.indprinzessin mitteilte, ich wuerde erst um 8 ankommen, doch schon um halb 8 am Homburger Hauptbahnhof, erhielt noch einmal die netten, waermenden Worte: "Änd sänk ju foa träwelling wiss Deutsche Bahn!" und schaute etwa siebenhundertsechsundfuenfzig Mal auf das Schild auf dem "Homburg (Saar) Hbf" stand.
Jedenfalls war ich dann endlich am Ziel meiner Reise angekommen und hatte es endlich geschafft.
Ich war endlich wieder zu Hause.
Ich verbrachte den Abend noch mit der W.indprinzessin, wir schauten uns die Bilder von meiner ereignisreichen Woche mit tollen Leuten an und war irgendwann wieder in meiner Wohnung und schlief... *

Man dankt fuer's Lesen.

* Beim Schreiben und Erleben dieser Ereignisse wurden keine Menschen, Tiere, extraterrestrische Lebewesen und/oder meine Wenigkeit verletzt.
Toll, oder?