Samstag, 13. August 2011

Die Logik der Mathematik!

Samstag, 13. August 2011
Die erste Woche in meiner neuen Schule wurde erfolgreich ueberstanden und bereits jetzt gibt es genuegend Dinge, ueber die man sich aergern und/oder freuen koennte. Ich mag meine Klasse, was auch ungewoehnlich ist, denn ich hatte fest damit gerechnet, dass ich es nicht tun werde, bzw. eh sterben wuerde.

Was nun allerdings interessanter ist; die Mathestunde, die ich hatte. Es begann erstmal mit der Wiederholung von bestimmten Themen, unter anderem auch Funktionen.
f(x) => ax²+bx+c
Kennen die meisten vermutlich noch und ist, wenn man es einmal begriffen hat, auch machbar. Und damit haben wir nichtmal angefangen, sondern mit simpleren, linearen Funktionen.
Es kam zu einer Textaufgabe, welche uns von unserer Lehrerin vorgelesen wurde. Ungefaehr hiess die Aufgabe so:

"Ein Kind verkauft an einem Stand Aepfel, kann allerdings nicht rechnen. Deshalb wird ihm ein Graph erklaert, womit es ablesen kann wie viele Geldeinheiten es pro verkauften Apfel bekommt. Fuellen Sie die Wertetabelle aus und zeichnen Sie den besagten Graph, wenn ein Apfel zwei Geldeinheiten kostet."

Okay, ich wuerde gerne einmal die Aufgabe ein wenig analysieren. Wir haben also einen Stand mit Aepfeln.
So ungefaehr stell ich mir die Situation vor. Und das kleine Maedchen, das aus unerklaerlichen Gruenden alleine auf einem Wochenmarkt Aepfel verkaufen muss, kann also nicht rechnen. Und Kinder, die noch nicht rechnen koennen, koennen vermutlich auch noch nicht lesen. Aber das Kind kann einen Graphen analysieren und benutzt das Wort "Geldeinheien". Man koennte natuerlich auch einfach "Euro" sagen, aber das waere vermutlich zu einfach.
Fuehren wir aber dochmal den Gedankengang fort; nun kommt ein Kunde und moechte einen Apfel kaufen.
Das Kind wuerde dem Kunden daraufhin also mitteilen, dass er fuer die beiden bescheuerten Aepfel vier 'Geldeinheiten' zahlen muesste, was ein ziemlich dreister Preis ist.
Und somit wuerde der Kunde wieder von dannen ziehen und das arme Kind wuerde keinerlei Umsatz machen was die Arbeit, den Graphen zu erstellen, ueberfluessig macht. An dieser Stelle sollte man sagen, dass ein Graph eh unpassend ist, weil das ja auch bedeuten wuerde, man koennte einen halben Apfel fuer eine 'Geldeinheit' kaufen, was ziemlicher Bloedsinn ist.
Vielleicht gibt es ein paar alte Menschen, die dem Kind aus Mitleid ein paar Aepfel abkaufen wuerden, aber sinnfrei waere es dennoch, weil sich damit auch keine Reichtuemer machen lassen.
Und genau aus dem Grund, koennte ich mich ja tierisch ueber solche Aufgaben aufregen. Dazu kommt die Tatsache, dass man doch kein kleines Kind Aepfel verkaufen lassen wuerde. Das ist bescheuert.
Und da soll mir nochmal einer erzaehlen, Mathematik waere ja so logisch...

Was ich eigentlich noch schreiben wollte; die erste Woche in meiner neuen Klasse verlief wirklich gut und ich mag die Leute wirklich ganz gern. Die Lehrer die ich habe sind zwar alle ein wenig... speziell, aber das ist vermutlich Vorraussetzung um Lehrer zu werden. Immerhin verschenkt die Sozialkundelehrerin jeden Tag Zeitungen, die man dann behalten darf.
Jedenfalls laeuft es ganz gut und ich denke, die naechsten zwei Jahre werden interessant.

Man dankt und so...
Vermutlich waeren die beiden letzten Eintraege auch amuesanter geworden, wenn ich durch den Sonnenschein und mein nicht-funktionierendes Internet nicht so genervt waere, aber zumindest habe ich so ein Update! Wohoo!

Das Rätsel der Mode!

Jaja, die Mode... Ein ganz grosses Thema um das sich heutzutage scheinbar alles dreht! Es gibt eine Gruppe von Menschen, die das sogar sehr genau nimmt mit der Mode. Und zwar die so genannten Fashion-Blogger!
Es ist durchaus schon eine Weile her, dass dieses Phaenomen das Licht der Welt erblickt hat. Die Rede ist von den Leuten, die seit geraumer Zeit das Internet mit ihren Tipps zum Thema Kleidung bereichern.

Fuer alle, die nicht den gesamten Tag vor'm Computer hocken und eventuell nicht wissen was ein Fashion-Blogger ist, hier mal eine kleine Erklaerung.
So ungefaehr muss man sich einen durchschnittlichen Fashion-Blogger vorstellen, glaube ich.
Zumindest ist dies meine Vorstellung davon. Machen wir uns mal an die Analyse:

Was sehe ich? Eine junge Frau mit fragwuerdigem Gesichtsausdruck und unansehnlicher Frisur.
Was sieht ein Fashion-Blogger? Eine super geschminkte, hochmoderne und absolut fashionbewusste Frau mit total schoenen Accesoires und einem tollen Geschmack. Oder so aehnlich.
Wir sehen die Frisur mit azurfarbenen Streifen. Andere wuerden sagen es seien ein paar blaue Streifen, aber zwischen BLAU und AZUR sind ja riesige Unterschiede, frag nur mal unsere kleidungsbewusste Dame! Und der Undercut steht vermutlich noch fuer ein unglaublich selbstsicheres Auftreten und Emanzipation oder so.
Dazu kommt der Schoenheitsfleck. Vergiss bloss nicht diesen Schoenheitsfleck. Frueher total 'in' gewesen, aus welchem Grund auch immer. Und heute ist er es wieder? Warum malt man sich einen schwarzen Punkt ins Gesicht? Also bei Menschen aus Indien hat ein Punkt im Gesicht ja durchaus eine Bedeutung, aber das ist auch nochmal was anderes. Diese Schoenheitsflecken sehen affig aus und andere lassen normale Leberflecken auch wegoperieren, weil die Angst haben es koennte sich zu einem Krebsgeschwuer entwickeln. Und nun malt man sich Krebsgeschwuere ins Gesicht und findet das toll? Ich finde das ja eher geschmacklos, aber wer bin ich schon?
Es folgt das lachsfarbene Kleid mit korallfarbenen Akzenten. Ich wuerde sagen es ist ein orangenes Kleid mit rosa Streifen, aber ich hab ja auch keine Ahnung.
Natuerlich koennte man das Bild noch weiter analysieren, aber das soll jetzt erstmal reichen. Die Wahl des Hintergrundes ist noch sehr wichtig. Hier ein Industriegebiet. Weshalb? Keine Ahnung, wahrscheinlich soll man als Betrachter denken, der Kontrast zwischen der boesen, grauen Industrie und dem waermenden Herzen der halbbunten Bloggerin sei total cool und modern oder so.

Es gibt aber nicht nur weibliche Vertreter der Modebranche. Es gibt natuerlich auch maennliche!
 Und auch hier gibt es einiges, das fuer mich absolut unerklaerlich ist.
Beginnen wir mit dem Hut. Oder der Kappe, was auch immer das ist. Es ist mir nicht bekannt, wie man diese Huete nennt, aber die haben sicher einen super modernen Namen und sind auf Paris' Laufstegen sicher der letzte Schrei. Es ist bei der Wahl dieses Outfits natuerlich selbstverstaendlich, dass edie Kopfbedeckung auberginenfarben ist. Nicht etwa einfach nur dunkel-lila, nein, es ist aubergine! Riesige Unterschied. Das ist Fashion-Allgemeinbildung.
Die Hipster-Brille, oder auch die Nerd-Brille,  hat keinerlei Bedeutung und meist auch keine Glaeser und dient somit keinem richtigen Zweck. Aber weshalb muss man nun diese pechschwarze Brille mit breitem Gestell tragen? Ich wuerde es unheimlich gerne mal wissen, denn es sieht nur bescheuert aus und weiter nichts, wie ich finde.
Passend zu dem Outfit kommt der beigefarbene Schal. Warum zum Teufel traegt man im Hochsommer, bei dreissig Grad im Schatten einen Schal? Es ist vermutlich bullig warm, aber Hauptsache man geht mit der Mode.
Zu guter letzt kommt noch das rosa Shirt mit V-Ausschnitt.  Rosa ist bei Maennern ja so modern. Soll ja jeder tragen was er will, aber ein Dekolleté sieht bei einem Mann schon ziemlich ungewohnt aus. Da brauch mir auch keiner etwas anderes erzaehlen, denn den Ausblick auf so eine Huehnerbrust bekommt man auch im Kuehlregal des Diskounters um die Ecke.
Der gruene Hintergrund soll vermutlich wieder den Kontrast darstellen, aber das hatten wir ja schon.

Im Endeffekt soll ja jeder tragen was er soll. Und auch wenn mir diese modebewussten Menschen nicht ganz koscher erscheinen gibt es noch etwas, das schlimmer ist. Und zwar das Gegenteil!
Damit meine ich das mit Abstand furchteinfloessendste was meine Augen je erblicken mussten.
 Es ist quasi das Grauen fuer jegliche Menschen mit nur einem Hauch von Geschmack und Modebewusstsein. Die Rede ist von dem deutschen Urlaubern.
Die Tennissocken in Sandalen unter einer kurzen Hose, das Hawaii-Hemd, das in die besagte Hose gesteckt wurde, die Muetze vom letzten Souvenirladen, bzw. einer Messe fuer Photovoltaiktechnik bei der man diese Muetze als Werbegeschenk bekommen hat. Nicht zu vergessen ist die Kamera, die natuerlich nicht fehlen darf. Was dabei rauskommt ist schlicht und ergreifend Augenkrebs fuer jeden, der hinsieht.

Und meine Frage ist nun; wie kommt es zu diesen Unterschieden im Modebewusstsein? Ich weiss, dass ich ja wirklich keine Ahnung von Mode habe und mir ist es auch ehrlich gesagt ziemlich egal was modern ist und was nicht, aber es gibt ein paar Sachen, wo doch auch der menschliche Verstand streiken sollte, oder? Seien es nun Socken in Sandalen oder beigefarbene Sommerschals, das ist voellig egal.
Ich finde das eine sowie das andere ziemlich furchtbar und nicht alltagstauglich, aber es soll ja jeder tragen was er will...

Die Mode bleibt mir jedoch dennoch ein ewiges Raetsel, dessen Loesung niemals gefunden werden wird...
Man dankt und so.

Montag, 8. August 2011

Das Organisationswunder: Institution Schule!

Montag, 8. August 2011
Der erste Schultag!
Heute, meine lieben Freunde, war der erste Schultag in Rheinland-Pfalz! (Partey~! Wohoo!) Und das ist von Interesse, weil auch ich heute mit meiner weiteren Schulausbildung begann.
Seit gestern Morgen war ich im Prinzip nicht mehr ansprechbar vor Angst vor dem Schulanfang. Natuerlich hab' ich Paras vor Schulanfaengen, die sind boesartig und extremst uncool. Man kennt weder Lehrer, noch sonst irgendjemanden um einen herum. Das ist einfach nur doof und fuehrt dazu, dass man sich unwohl fuehlt und nurnoch weg will, aber trotzdem nicht geht. Wobei ich, dank der Volljaehrigkeit, tatsaechlich die Moeglichkeit besäße dies zu tun. Aber nun denn, man ist ja scheinbar masochistisch veranlagt.
Mit einem aehnlichen Gedankengang bin ich gestern aufgestanden und behielt ihn fuer die meiste Zeit des Tages auch bei.
...
Ausser in den Momenten, in denen ich gegessen habe.
Diese Momente dauerten aber leider nicht all zu lang weshalb entweder mehr Essen herhalten musste, oder eine andere Ablenkung. Endete dann damit, dass ich Tee trank und dabei die 'Big Bang Theory' schaute. (Es sei angemerkt, dass ich die oben abgebildeten Dinge wirklich aß.)

Das nur nebenbei, darum soll's hier ja auch nicht wirklich gehen, denn das Thema ist ja mein Schulbeginn. Ich stand also heute Morgen, nachdem ich mir zwei Handywecker stellte, auf und wankte wie ein Untoter in das Badezimmer wo mich Rihanna's S&M aus dem Radio unter die Dusche trieb, zog mich daraufhin an, fruehstueckte, machte mich fertig, packte meine Sachen und verliess meine Wohnung. Draussen wartete ich im Regen auf meine Mitfahrgelegenheit. Hierbei muss ich anmerken, dass das Wetter durchaus zu meiner geistigen Verfassung passte. Und selbst wenn die Sonne geschien haette, haette ich gesagt, dass es geregnet hat um meiner dramatischen Geschichte hier mehr Ausdruck zu verleihen.
An der Schule angekommen, bewegte ich mich in die Turnhalle, wo alle Neuankoemmlinge hinsollten. Ich war relativ frueh dran, weshalb noch nicht viele dort waren, aber man musste dann in dieser Turnhalle seinen ausgesuchten Bildungszweig suchen. Und diese waren durch kunterbunte Zettel, die an den Waenden hingen markiert. Nachdem ich fast eine ganze Runde da lang lief, fand ich endlich den richtigen Platz und wartete, waehrend ich mir wie ein totaler Volltrtottel vorkam...
Ich sah viele Menschen und die Halle fuellte sich nach und nach. Nach einiger Zeit stellten sich auch einige zu  den Leutem um mich herum, aber ich fuehlte mich jetzt absolut fehl am Platz. Nach einiger Zeit stiess noch jemand zu den anderen und mir, die aehnlich verloren wie ich schien.
Naja, irgendwann sagte der Schulleiter ein paar seltsame, versuchend-waermende Wort und es kamen zwei Lehrer (Leerer?) zu uns, die beide ein wenig verwirrt schienen. Aber was soll's; es wurde eine Anwesenheitsliste zu leise durchgegangen, sodass niemand seinen Namen verstehen konnte, und bald machte man sich vereinzelt auf den Weg zum zuvor genannten Saal.
Ich saß dann etwas weiter hinten mit der zuvor angesprochenen Leidensgenossin (ich finde das Wort durchaus passend) und wir warteten bis sich der Saal fuellte.
Wir fuehlten uns beide sichtlich unwohl und bald begann unser etwas verwirrter Lehrer damit, die Schueler zu zaehlen. Dies machte er etwa drei Mal, aus welchem Grund auch immer. Wir waren jedenfalls SO viele, dass es fast zwei Klassen geworden sind, also verabschiedeten sich beide Lehrer und begannen damit, noch ZWEI Schueler zu suchen, die bereit sind, sich diesem Bildungszweig anzuschliessen damit die Klasse geteilt wird. Zuerst kam der eine Lehrer mit etwa vier anderen wieder und eigentlich schien nun alles gut. Man machte sich schon die Ueberlegungen wie man die Klasse nun teilen wuerde.
Daraufhin kam dann der zweite Lehrer wieder und brachte ueber ZWANZIG weitere Leute mit, womit sich das Teilen auch erledigt hatte.
Somit waren wir dann SO viele, dass fast drei Klassen daraus geworden waeren. Wurden's aber nicht. Dann wurde geteilt und im Prinzip waren alle, die neu hinzugestossen waren, die neue Klasse. Super.
Dann begann endlich mal etwas halbwegs produktives; es wurden Regeln durchgegangen und der Stundenplan diktiert, der ziemlich willkuerlich zusammengewuerfelt wurde. Also zwei Schulstunden Mathematikunterricht an einem Tag, allerdings nicht als Doppelstunde. Ausserdem vier verschiedene Lehrer fuer scheinbar ein einziges Fach. Wie das funktionieren soll weiss ich wirklich noch nicht, aber sollen die mal machen.
Es folgte eine Pause, in der sich die Leidengenossin und ich unterhielten und wir uns vorgehalten haben, dass es nur zwei Jahre dauern wird.
Dann, nach einigen Minuten, kam ein mir bekanntes Gesicht aus dem Gebaeude, das mich auch bald erblickte...
Der aufgeregte Riese war ein ehemaliger Klassenkamerad von mir und dachte offenbar noch, ich sei im Land der unbegrenzten Moeglichkeiten.
Anywho.
Nach dieser Pause folgte die Hausordnung und ein baldiger Raumwechsel, was den Tag beendete. Ich war tierisch froh, dass es keine ultrapeinliche Vorstellungsrunde mit Gummiball gegeben hat und hoffe, dass diese auch nicht noch kommen wird.
Abschliessend kann ich jedenfalls sagen, dass der heutige Tag wirklich nicht ganz so schlimm war wie ich geplant hatte und morgen vielleicht ohne paranoide Wahnvorstellung dort hingehen kann.
 Und das ist der offizielle Name meiner Klasse. Das ist eine absolut unstilistische Buchstabensuppe mit Sinn. Also quasi total langweilig... Hoehere Berufsfachschule fuer Rechnungswesen und Controlling, 2011, Klasse A. Kurz; HBFRC11a. Und nicht etwa Herbert, Olga oder Tabaluga, was mal viel kreativer und schoener klingen wuerde.
Nunja, ich werde diesen Beitrag vermutlich irgendwann, wenn ich mein Fachabitur habe, nocheinmal lesen und mich darueber freuen, dass alles anders wurde.
Ich hoffe dennoch auf eine ertraegliche Zeit, auch wenn ich hysterische Angst vor dem Sportunterricht habe. Egal, irgendwie wird das schon, schliesslich habe ich noch genug Tee im Schrank.

Man dankt fuer's Lesen.
Torben, der nun wieder die Schulbank druecken darf.

Montag, 1. August 2011

Filmkritik: The Valley Intruder

Montag, 1. August 2011
Oder aber auch: Der Killer mit vollgesabbertem Lutscherpapier.

Also bevor ich hier jetzt loslege muss ich mal eins loswerden; ZEHN LESER! Wohoo! *hust* Ich weiss, das ist nichts, aber man goenne mir den Spass.

Nungut. Ich habe mal beschlossen, eine richtige Filmkritik zu schreiben. Nagut, was heisst schon 'richtig'? Ich werde mich ueber den Film mal ein wenig auslassen.
Es war irgendwann mal vor einiger Zeit, als ich malwieder einen Abend bei der Anne verbrachte und wir uns nicht wirklich einig waren, was wir tun sollten.
Also kamen wir auf die glorreiche Idee, malwieder einen Film zu schauen. Bevorzugt einen schlechten Horrorfilm, weil die oftmals ungewollt lustig sind.
Wir sind jedenfalls nach einer etwas laengeren Suche auf folgenden Film gestossen;
The Valley Intruder (oder aber auch Nightstalker)
IMDB gab diesem Film eine phantastische 1,8 von 10. Und fuer alle, die damit nichts anfangen koennen; 1 ist schlecht, 10 ist super. Also musste dieser Film ja mindestens durchschnittlich sein, oder? Wir fanden jedenfalls, dass der Film schlecht genug fuer uns war und wir deshalb damit anfingen, den Film anzuschauen.

Wodrum geht es denn ueberhaupt in diesem Film?
Tja, das wuessten wir auch gerne. Angeblich gab's da mal, irgendwo in Florida einen Serienmoerder mit Süßwarenfetisch, der wahllos beschloss, Frauen umzubringen. Klar, liegt nahe, ne?
Dieser, etwa 70 minutenlange Film, zeigt dies auch auf... absolut bekloppte Weise. Es geht damit los, dass dieser 'Killer', welcher den Elan von acht Schlaftabletten besitzt, einen inneren Monolog fuehrt, den man als Zuschauer mitverfolgen darf muss. Das Problem besteht allerdings schon darin, dass unser Prinz Valium mit einer Begeisterung und Geschwindigkeit eines vergammelten Toastbrotes spricht, bzw. denkt.
So. Bereits an diesem Punkt haette ich mich schon ueber zig Dinge aufregen koennen. Unter anderem dieser dämliche Lutscher, der im Mund von unserem Frauenfeind steckte. Ehrlich; dieser Typ hatte zu ausnahmslos jedem Zeitpunkt des Filmes einen dummen Lutscher im Gesicht kleben. Das war an und fuer sich ja auch noch nicht weiter schlimm, aber er hat das Papier nicht abgemacht. Kann man das fassen? Der hat allen Ernstes prinzipiell Lollies im Mund gehabt, ohne das Papier ganz abzumachen. Stattdessen liess er das Papier immer auf Kinnhoehe am Stil rumhaengen, was sich vermutlich nach gewisser Zeit voellig mit Sabber vollsaugte.
Noch dazu kam dieses ewige Rumgeheule von diesem Typen. Aber das Lutscherpapier war schlimmer.
Anne und ich sassen also vor diesem Film...
...und wir wussten beide nicht, weshalb unser Moerder nun so traurig war. Vielleicht lag es auch daran, dass unser Schmierlappen-Lollipop-Fetischist grundsaetzlich ohne Oberkoerperbekleidung aus Baumwolle, aber Lederjacke rumlief. Wie soll man auch sonst im Sommer in Florida oder wo-auch-immer das spielte rumlaufen? Mit Lutscher im Gesicht! Aber keinem T-Shirt, sondern nur Lederjacke.
Und es hat uns als Zuschauer tierisch sauer gemacht, dass dieser Vollpfosten nie dieses verdammte Lutscherpapier abgemacht hat. Noch dazu hatte der furchtbar ungepflegte und fettige Haare, aber das LUTSCHERPAPIER! Wieso hat der das nie abgemacht? Boah!
Jedenfalls hat unser lieber Valley Intruder (woher der Name auch immer kommen mag) irgendwann mal die Idee bekommen, den Zuschauer wissen zu lassen weshalb er denn nun Frauen nicht so cool findet.
Drei Mal darfst du raten.
Er war nicht schwul, so viel steht fest.
Aber er hatte die schwere Kindheit.
Natuerlich, die schwere Kindheit. Der Gutste begann also mit einschlaeferndem Lallen zu erklaeren, was so dramatisches passiert war.
Er war wohl irgendwann mal bei seinem Onkel Jim und dieser hatte wohl die absolut nicht klischeebehaftete Rolle des tyrannischen Familienoberhauptes, das dem kleinen Valley-Intruder-Killer auf frauenfeindliche Weise die Welt erklaert. Und mit 'Welt' meine ich Lutscherpapiere, über-emotionalisierte Gedankengänge und kontraproduktive Haarpflege.
Kurz daraufhin sah man also mit grottiger Kamerafuehrung, wie der verhaltensauffaellige Onkel seine Frau erschoss und sich an dem Anblick ergoetzte.
Dieser absolut dramatische Wendepunkt im Leben unseres Killers lehrte dem Zuschauer dann auch, dass das Blut bereits an die Wand spritzt, bevor der Schuss abgefeuert wird und man grundsaetzlich schielen muss, wenn man erschossen wird. Ob ich das anders machen wuerde, laesst sich schlecht beurteilen. Jedenfalls kam auch diese Szene eher lustig rueber als wirklich ernstzunehmend, trotz der uebertrieben blutigen Darstellung, wofuer ich mich schon in dem Bildchen da entschuldige.
So kam es dann dazu, dass unser Triebtaeter von Lackaffe, nun wieder in der Gegenwart, auf die Idee kam, er braeuchte eine Prinzessin.
Klar, liegt nahe. Eine Prinzessin. Was auch sonst?
Ich denk mir das in manchen Situationen ja auch des oefteren, aber ich habe dabei kein angelutschtes Papier im Geischt. Es ist unglaublich wie sehr mich diese Lollies in dem Film genervt haben.
Kurz darauf kam es dann allerdings dazu, dass unser Prinz Valium seine Prinzessin Opium fand, nachdem er ein paar schielende Frauen erschoss und einfach so am Strassenrand chillte. Ihm lief also seine Prinzessin ueber den Weg und wie es in amerikanischen Filmen so ueblich ist, hat er die Prinzessin bekommen und die beiden gingen, gruftig und EVIL wie sie waren, in einen abgedunkelten Club. In diesem Etablissement waren zwar nur die beiden und ein paar weitere Anhaengsel unseres Schlafmittelgoths, aber das hinderte die nicht daran ein wenig zu koksen und dabei etliche Male "Heil Satan!" zu bruellen. Ich mein, der Drehbuchautor muss echt kreativ gewesen sein, denn man hoert zehn Minuten lang wirklich nichts anderes als diese beiden Worte, gefuehlte siebenhundertsechsundfuenfzig, in verschiedenen Tonlagen. Dabei sieht man nochmal unseren Grufti-Moerder, wie er ein paar Frauen umbringt, Lutscher lutscht und im Club sitzt. Das passiert aber zur selben Zeit auf dem Bildschirm des Zuschauers, weil wirklich drei verschiedene Szenen mit gewisser Transparenz uebereinander gelegt wurden, was am Ende allerdings nicht den (vermutlich) erwuenschten Drogeneffekt hatte, sondern eher an Kinderkotze erinnerte. Kinderkotze sag ich deshalb, weil man ja staendig Lutscherpapier sah.
Nachdem dieser absolut tiefgruendige und hochintellektuelle Dialog endlich beendet wurde, ging der Film noch weiter so und war vermutlich nur viel zu intelligent fuer Zuschauer wie uns.
Natuerlich will ich hier nicht das Ende verraten, aber er lutschte noch einige Lutscher weg bis der Abspann lief, so viel kann ich verraten. Es kam dann irgendwann noch eine zweite Prinzessin dazu und es wurde auch schon fast ertraeglich was den Film an sich betraf, aber eben auch nur fast.
Unser gedankenschwere Protagonist toetete natuerlich auch weiterhin Frauen, machte aber bei seiner dritten Prinzessin den fatalen Fehler. Vielleicht war's auch die vierte, es war schwer bei diesen tiefgruendigen Dialogen noch mitzukommen.
Aber das Ende war dann auch total unerwartet und voll nicht vorhersehbar. Und so...
Und so ging es noch ein wenig weiter bis irgendwann tatsaechlich der Abspann lief...

So.
Das war keine wirkliche Kritik, das ist mir schon klar, aber mal ganz im Ernst; dieser Film war ein absoluter Mist und der Drehbuchautor gehoert verklagt fuer so etwas. So leid es mir tut, dieser Film war die reinste Zeitverschwendung und war durch die amateruhaften Aufnahmen, lausige Kamerafuehrung, und miese Dialoge nicht einmal die 1,8 von 10 Sternen wert, die IMDB vergab. Natuerlich hatten wir schon ziemlichen Schund erwartet als wir die Bewertung gelesen haben, aber dass SO etwas dabei rauskam grenzt an Hirnzellenvergewaltigung.
Angeblich ist diese Geschichte ja wirklich in den 80er Jahren passiert und ich will auch nicht anzweifeln, dass es wirklich grausam war, aber sollte dieser Moerder noch leben; er wuerde sich selbst schaemen, dass seine Taten auf so eine Weise umgesetzt wurden.

Fuer das Protokoll:
Ich will in diesem Beitrag weder Frauenfeindlichkeit, noch Gewalt verherrlichen. Ich moechte die wahre Geschichte nicht herunterspielen und mich ueber die wirklichen Opfer nicht lustigmachen. Es geht hier nur und ausschliesslich um den produzierten Film von Ulli Lommel. Dieser Beitrag distanziert sich von der wahren Geschichte.
Ich habe zudem absichtlich keine Links zu dem Film geposted, weil er keine Jugendfreigabe hat und wer sich es wirklich antun moechte, soll selber bei amazon.de oder aehnlichem suchen. 

Blablabla und so. Vermutlich waren diese Zeilen auch einfach nur ueberfluessig, aber man will sich ja nichts anhaengen lassen, ne?
Und weil nun mein PC rumspinnt, ist es an der Zeit, sich zu verabschieden und das elende Lutscherpapier aus meinen Gedanken zu verbannen.

Man dankt fuer's Lesen.
Torben

Dienstag, 26. Juli 2011

Die Deutsche Bahn - Wie Es Nicht Funktioniert

Dienstag, 26. Juli 2011
Es gibt ja immer so ein paar Dinge, von denen man immer weiss, dass sie fuer gewoehnlich nicht so funktionieren wie sie sollten. Unter anderem auch die geliebte Deutsche Bahn. Das Ding ist nur; die Leute scheinen zu ignorieren, dass es nicht funktioniert. Hunderte von Menschen quetschen sich in viel zu enge Abteile und Wagons. Bei mir begann der Spass letzte Woche am Montag...

Ich freute mich tierisch ein paar geliebte Menschen wiederzusehen und wurde mit meinem Riesenkoffer, Rucksack und ueberteuerten Bahnticket von meiner Schwester an den Bahnhof gefahren. Wir waren natuerlich zu frueh da und warteten dann auf den Zug, der puenktlich am Homburger Hauptbahnhof mit mir losfuhr.
Dazu sei gesagt, dass der riesige schwarze Koffer geschaetzte 5.000 kg wiegte, und dabei zu hoch, zu breit und zu tief fuer die Gaenge der Deutschen Bahn ist. Zudem stellte ich hier die Theorie auf, dass es bei der sowas von deutschen Deutschen Bahn sicher Berufsvorraussetzung ist, kein einziges Wort Englisch sprechen zu koennen.
Ich kam jedenfalls puenktlich in Mannheim an, hatte dort etwa 25 Minuten Aufenthalt und fuhr dann weiter nach Essen. Dieser Zug musste allerdings irgendwo am Rhein, aus welchem Grund auch immer, fuer undgefaehr 20 Minuten halten, holte diese aber auch recht schnell wieder rein. Und dieser faszinierende und eigentlich selbstverstaendliche Fakt soll noch wichtig werden.

Long story short; Ich kam noch halbwegs puenktlich in Essen an, verbrachte dort eine phantastische Woche mit furchtbar tollen Leuten und hab' mich wie ein Eichhoernchen auf LSD ueber alles und jeden gefreut.
Und nun geht der eigentliche Bericht erst richtig los; schliesslich wollte ich ja nicht im Ruhrpott wohnen bleiben.
Also musste ich ja auch wieder zurueck nach Zweibruecken kommen...
Ich wurde von Poppie und ihrem Freund an den Hauptbahnhof in Essen gefahren und dort warteten wir auf meinen Zug. Mein Zug kam jedoch auf einem anderen Gleis an. Und zwar mit fuenf Minuten Verspaetung. Aber wenn der Zug zuvor 20 Minuten wieder reinholen konnte, muesste dieser es doch wohl schaffen, 5 Minuten wieder reinzuholen... Oder?
Okay, ich wusste, dass ich diesen Tag in Mannheim nur fuenf Minuten zum umsteigen hatte, aber ich war so dumm und dachte, dass der Zug dies wieder einholen koennte... Also war ich im Zug, setzte mich und schlief erstmal fuer 2 Stunden ein und sah dabei vermutlich furchtbar peinlich aus.
Okay, ich bin ehrlich; ich schreckte in diesen zwei Stunden vermutlich alle 5 Minuten hoch, weil ich dachte, ich haette verschlafen auszusteigen und wuerde nun weiter bis nach... Kiel oder so fahren. Schliesslich faehrt ja wohl staendig ein Zug von Essen ueber Mannheim nach Kiel. Das ist total logisch und absolut realitaetsnah.
Irgendwann fragte ich jedenfalls den Fahrkartenkontrolleur ob der Zug die fuenf Minuten Verspaetung wieder einholen wuerde. Er schaute angestrengt auf meine Fahrkarte und nickte.
Ich wartete also auf Mannheim. Einige Minuten davor hoerte ich es dann wieder; "Änd sänk ju foa träwelling wiss Deutsche Bahn!"
Irgendwann kam es und von den fuenf Minuten Verspaetung waren nurnoch zwei uebrig. Ich hatte also drei Minuten um von Gleis 8 zu Gleis 1 zu sprinten.
Beim Aussteigen war eine aeltere Dame vor mir, die natuerlich nicht die Geschwindigkeit eines Leoparden annahm um aus den Zug zu steigen. Und das nehme ich ihr auch nicht uebel. Fuer mich war es dennoch eher suboptimal.
Jedenfalls trottete diese nette und lebensfreudige Dame aus dem Zug waehrend ich unter dem Gewicht meines Koffers zerbersten durfte. An der frischen Luft angekommen, eilte ich an der Frau vorbei und hielt Ausschau nach den Treppen, die ungefaehr 50 Meter von mir entfernt waren. Super. Ich rollte den Koffer also mit einer Achterbahngeschwindigkeit vor mir her und ueberrollte vermutlich alles und jeden, das ich hinter meinem Koffer nicht erkennen konnte.

Was ich allerdings sehen konnte, waren zwei unfassbar wichtig aussehende Geschaeftsleute in Anzug, die es natuerlich nicht fuer noetig hielten sich zu beeilen oder aus dem Weg zu gehen. An den Treppen angekommen hievte ich meinen Koffer die gefuehlten eintausendsiebenhundert Stufen hinunter und wurde wieder zum Dampfwalzenrollator Of Ultimate Doom in dem ich das schwarze Schwergewicht gen Ausgang schob. Und nun ging's so richtig los. Ich konnte Gleis 1 nicht finden. Kann mir bitte jemand erklaeren, wie es moeglich ist, Gleis EINS nicht zu finden?! Ich sauste den Gang entlang, sah Gleis 7 bis 2, aber nicht 1. Das hat mich dann auch dezent fertig gemacht und merkte dann, nachdem ich schon halb in der Einkaufsmeile war und umkehrte, dass Gleis 1 dort war, wo Gleis 2 und 3 ausgeschildert waren. Liegt natuerlich nahe, ich verdammter Trottel.
Es kam, wie es kommen musste; ich sah den Zug nurnoch wegfahren...

Ich stand also etwas entnervt am Mannheimer Hauptbahnhof und trottete ueber Umwege zur Info und erklaerte meine Situation. Natuerlich ohne die aeltere Dame und eventuelle schwerverletzte Kinder unter meinem Riesenkoffer. Der Bahnangestellte, der vermutlich nicht viel aelter als ich selbst war, schaute mich an und sagte, dass mein Zug ja nur zwei Minuten Verspaetung hatte und man das ja rein theoretisch haette schaffen koennen. Natuerlich. Theoretisch schon. Mit diesem Koffer aber nicht.
Er gab mir dann aber eine neue Verbindung mit der ich ueber Kaiserslautern fahren sollte. Okay. Ich stellte mich also ans entsprechende Gleis und wartete auf meinen Zug. Und das war nicht irgendein Zug, sondern ein TGV. Ein Zug, der nach Frankreich faehrt und prinzipiell ueberfuellt ist.
Bereits am Gleis fuehlte ich mich voellig fehl am Platz.
Und so stand ich da. Ich stand einfach so da und wartete auf den Zug. Statt dem Zug, kam aber nur eine freundliche Durchsage, dass der Zug Verspaetung haette. Witzig, oder?
Als er dann endlich kam, herrschte furchtbarer Stau, denn es wollten zu viele Menschen in einen zu kleinen Zug. Alleridngs hatten die ihre Rechnung ohne meinen geliebten Monsterkoffer (also known as "Kindersarg") gemacht. Irgendwie schaffte ich es aber doch noch irgendwann und die vielen Menschen um mich herum verursachten noch mehr Verspaetung, weil viele wohl nicht das Prinzip der Zivilisation in oeffentlichen Verkehrsmitteln verstanden haben.
Als es aber irgendwann losging, fuhr der Zug durch verschiedene Bahnhoefe einfach hindurch. Dies fuehrte mich, intelligent wie ich bin, zu der Schlussfolgerung, dass es irgendwo Knoepfe gab, die man druecken muesste um, wenn man haette aussteigen wollen. Wie bei Bussen, verstehst du? Ich dachte zu diesem Zeitpunkt, dass wir schon laengst die franzoesische Grenze ueberschritten hatten und ich fragte mich bereits wie ich eine Nacht in Paris verbringen sollte, ohne zu sterben. Irgendwann hielt der Zug aber doch mit den Worten: "Änd sänk jo foa träwelling wiss Deutsche Bahn!" und es war sogar in Kaiserslautern. Jedoch hatte mein Zug Verspaetung gehabt und somit verpasste ich wieder meinen Anschlusszug. Lovely, isn't it?
Ich ging voellig entnervt zur Info und liess mein Ticket von einer extrem unfreundlichen Mitarbeiterin umschreiben (und so leid es mir tut, anders konnte man dieses Individuum am Schalter nicht beschreiben) und machte mich auf's Neue an ein anderes Gleis. Dort angekommen informierte ich ersteinmal die W.indprinzessin, die mich eigentlich genau an diesem Zeitpunkt in Homburg abholen wollte und auf dem  Bahnhof auf mich wartete, ueber meine Verspaetung.
Nach einigen Minuten kam die Ansage, dass mein Zug jedoch Verspaetung haette und etwa sieben Minuten spaeter eintreffen wuerde. Daraufhin begann ich bereits damit, die Deutsche Bahn zu verfluchen und ueberlegte wofuer ich eigentlich 80€ fuer Zugtickets bezahlt habe. Man haette mir fuer diesen Tag eher Geld geben muessen, damit ich das mitmache. So plante ich also schon wie ich es der Bahn haette heimzahlen koennen.
Als der Zug ankam, fragte ich ein nettes Ehepaar neben mir, ob sie wuessten ob dies der Zug nach Homburg war, aber die beiden waren genauso planlos wie ich und waren in einer aehnlichen Situation wie ich, was mich irgendwie beruhigte, denn man sagt ja immer; "Geteiltes Leid ist halbes Leid!". Es kam jedoch bald eine freundliche (!) Mitarbeiterin der Deutschen Bahn (wie oft durfte ich eigentlich jetzt schon den Namen dieser immer streikenden Institution schreiben?), die uns mitteilte, dass dies der richtige Zug sei.
Ich stieg ein und setzte mich hin. Bald kam jedoch eine Durchsage.
Ich hatte also einen tierischen Hals und wollte nurnoch in heimische Gefilde und diese abscheusslichen Bahnfahrten hinter mich bringen. Als es dann mal endlich losging und die nette Angestellte die Bahnkarten kontrollierte, fragte ich diese ob sie wisse, wann der Zug in Homburg ankommt.

Wobei ich an dieser Stelle wirklich sagen muss, dass diese Angestellte wirklich total huebsch, super lieb und nicht so duemmlich war wie es hier scheint, dagegen kann man nichts sagen, aber ich war trotzdem verwirrt.
Ein anderer Fahrgast, vermutlich genauso alt wie ich, sagte mir er wuerde Punkt 8 ankommen. Wie ich erst spaeter erfuhr, meinte er damit die Endstation, nicht etwa Homburg.
Somit stand ich, nachdem ich der W.indprinzessin mitteilte, ich wuerde erst um 8 ankommen, doch schon um halb 8 am Homburger Hauptbahnhof, erhielt noch einmal die netten, waermenden Worte: "Änd sänk ju foa träwelling wiss Deutsche Bahn!" und schaute etwa siebenhundertsechsundfuenfzig Mal auf das Schild auf dem "Homburg (Saar) Hbf" stand.
Jedenfalls war ich dann endlich am Ziel meiner Reise angekommen und hatte es endlich geschafft.
Ich war endlich wieder zu Hause.
Ich verbrachte den Abend noch mit der W.indprinzessin, wir schauten uns die Bilder von meiner ereignisreichen Woche mit tollen Leuten an und war irgendwann wieder in meiner Wohnung und schlief... *

Man dankt fuer's Lesen.

* Beim Schreiben und Erleben dieser Ereignisse wurden keine Menschen, Tiere, extraterrestrische Lebewesen und/oder meine Wenigkeit verletzt.
Toll, oder? 

Mittwoch, 6. Juli 2011

Das Erlebnis mit einem Unitec-Feuermelder

Mittwoch, 6. Juli 2011
Scheinbar kam der letzte Eintrag garnichtmal so schlecht an, bei den wenigen Leuten, die das hier wirklich gelesen haben, was mich nun dazu verleitet, direkt den naechsten, aber wahrscheinlich etwas kuerzeren Eintrag zu schreiben.
Immerhin hatte mir eine Freundesfreundin via facebook mitgeteilt, sie sei inkontinent geworden aufgrund des Heizungsreviews. Ich habe es mit 'inkontinent' zwar etwas verharmlost ausgedrueckt, aber wir wollen ja nicht vulgaer werden. In wie fern das im Endeffekt der Wahrheit entsprach kann ich leider zum Glueck nicht beurteilen. Aber fangen wir mit dem naechsten Bericht an!

Es geht um einen Unitec-Feuermelder. Welches Modell genau, konnte ich gerade auf die Schnelle nicht herausfinden, aber ich denke, das spielt auch keine allzugrosse Rolle.
Im Prinzip will ich mich nicht einmal ueber dieses Geraet auslassen, denn es funktioniert. Ja, scheinbar sogar einwandfrei...

Man stelle sich folgende Situation vor:
Ich, in meinem jugendlichen Leichtsinn, liege eines Morgens im Bett und schlafe. An und fuer sich nichts ungewoehnliches, aber was dann passierte entsprach nicht der Norm;

Ich lag also, wie sonst auch, nur schlafend in meinem Bett. Und ja, so schlaeft man in einer Art, der kunstwissenschaftlichen Energierestauration.
Das mit dem Schlafen ging auch lange Zeit gut.
Und waehrend ich so schlief verging die Zeit.
An einem Sonntagmorgen.
Um 4:30 Uhr.
Dann wurde ich aus dem Schlaf gerissen. Von einem ohrenbetaeubenden Ton.

 Zuerst dachte ich an das mysterioese Piepen, das schoneinmal im Hausflur war. Aber ich hoerte, dass es definitiv in meiner Wohnung war. Es war auch keine Sirene um mir mitzuteilen, dass irgendein Weltkrieg ausgebrochen war oder mein imaginaerer Alarm, dass der langersehnte Brief aus Hogwarts endlich gekommen war. Abgesehen davon, glaube ich immernoch, dass ich bald einen Brief aus Hogwarts bekommen werde. Da bin ich mir sicher, die haben mich nur wegen dem Auslandsaufenthalt vergessen. Ja. Bestimmt.
Zu meiner Entaeuschung stellte ich jedoch fest, dass dies mein Feuermelder war, der solch grausige Geraeusche von sich gab.
Schlaftrunken wie ich war, malte ich mir natuerlich sofort die bescheuertsten Szenarien aus, die sich in meiner Wohnung abspielten...
Da ich keine uebernatuerliche Stimme hoerte, konnte ich schonmal davon ausgehen, dass kein Feuerdaemon gekommen war um mich aufzuessen.
Ein Albtraum war es auch nicht, schliesslich wusste ich ja, dass mich dieses liebevolle Geraeusch aus meinem Schlaf gerissen hat. An einem Sonntag. UM HALB FUENF.
Das naechste Bild, das in meinem Kopf erschien war eins, wie ich umringt von Flammen in meiner Wohnung stuende und elendig verenden wuerde.




Was mir auffiel, nachdem mein ganzes Leben an meinem inneren Auge vorbeigezogen war und der Flammentanz gegen die Bausubstanz gewonnen  hatte, war die Tatsache, dass ich weder Waerme- noch Lichtquelle ausmachen konnte.
Blitzschnell wie ich war, hatte ich natuerlich gemerkt, dass ich also nicht durch ein monstroeses Hoellenfeuer sterben wuerde, sondern durch ein toedliches Nervengas, dass in meine Wohnung eingedrungen sein musste.

 Doch irgendetwas konnte an der Theorie ebenfalls nicht stimmen. Denn als ich einatmete um's hinter mich zu bringen, merkte ich keinerlei Veraenderung was die Gerueche in meiner Wohnung anging. Ausser dem typischen Schlafmuff und dem Duft der Pizza vom vorangegangenem Abend nichts. Somit konnte ich auch die Theorie ausschliessen, dass man mich ohne Spuren umbringen lassen wollte.
Nun stand ich also in meiner Wohnung und war mir sicher, dass es nicht brennt und dass es auch keine gefaehrlichen Gase gab. Aber weshalb schlug der Feuermelder dann Alarm? Es war mir ein Raetsel zu dessen Loesung ich erstmal Ruhe brauchte.
Und wie stellt man etwas aus, das solchen Laerm macht? Genau. Man steckt es ersteinmal unter die Bettdecke. Klingt doch plausibel, oder?
Dieser kleine Terror-Tamagotchi machte also eine Rave-Party unter meiner Bettdecke und mein haemmernder Kopf sagte mir, dass ich nicht dazu eingeladen war.
Meine naechste, spielverderbende Idee war es, das Ding auf natuerlichem Wege auszuschalten. Kann bei einem Geraet mit nur einem Knopf nicht SO schwer sein, oder?
Doch. Kann es. Ich drueckte also schlaftrunken auf dem Feuermelder rum und brauchte drei Anlaeufe bis ich den Knopf traf. Allerdings ohne Erfolg was das Beenden des Piepens anging.
Als ich den Anti-Feuerteufel also wieder unter die Bettdecke schob, hoffte ich, dass niemand den Laerm aus meiner Wohnung mitbekommen wuerde. Gut, man kann davon ausgehen, dass um diese Uhrzeit niemand mehr wach ist. Ausser vielleicht ein paar Verrueckte mit akuten Schlafmangel oder voellig kaputten Schlafrhythmus.
Meine naechste Idee, diesen Schlafraeuber ruhig zu stellen, war ziemlich simpel; ich wollte die Batterie herausnehmen. Ich las auf dem Infoschild auf der Rueckseite des Feuermelders 'ZUM OEFFNEN BITTE DREHEN!'. Was hab' ich getan? Ich hab' natuerlich erstmal wie eine absolute Bildungsbremse an beiden Enden gezogen. Zwei mal. Im wachen Zustand haette man dies vermutlich nicht getan, aber dich moechte ich mal sehen. An einem Sonntagmorgen. UM HALB FUENF.
Bei dem dritten Anlauf klappte es dann. Mit Drehen. Der Weg zur Batterie war frei und der Weg zu meinem Hirn ins Koma gepiept. Ich griff nach der Batterie und merkte, dass diese voellig verkabelt war. Mir ist es ein Raetsel, wie man so irgendwann einmal die Batterie wechseln soll, aber ich war jedenfalls zu inkompetent die Batterie herauszunehmen.
Also wanderte das laermende Ding wieder unter die Bettdecke und ich stand wie benommen in meinem Wohnzimmer.
Was haette ich noch tun koennen?
Dann kam der entscheidene Einfall; es war erst 23:30 Uhr in Amerika. Na gut, so gelesen klingt es, als haette ich voellig den Verstand verloren, aber ich meine damit, dass das noch eine Uhrzeit ist, in der meine Eltern, welche ja in Amerika wohnen, haha, noch online sein koennten!
Ich fuhr also den Laptop hoch und gerade bevor ich mich bei Skype einloggen konnte, hoerte das Geraeusch auf. Na super, ich war nun also taub. ... Ich hoerte aber den Luefter des Laptops. ... Das Ding hatte einfach aufgehoert. Genauso grundlos wie es angefangen hatte, hatte es aufgehoert. (Zumindest hoffe ich immernoch instaendig, DASS es grundlos angefangen hatte. Alles andere wuerde mir Angst einjagen.)
Ich sah nach dem Geraet und es hatte tatsaechlich Ruhe gegeben. Weshalb war mir dennoch ein Raetsel. Vielleicht wegen Sauerstoffmangel unter der Bettdecke oder so. Vielleicht war die verkabelte Batterie auch schon alle. (Am naechsten Tag fand ich durch einen Test aber heraus, dass die Batterie nicht alle war, also muss es doch der Sauerstoffmangel gewesen sein, da bin ich mir sicher.) Nichtsdestotrotz war das Ende des Geraeusches wie eine Art Erloesung fuer die Ohren. Ich stellte den kleinen Stoerenfried also wieder an den urspruenglichen Platz, (bzw. etwas tiefer, damit er bei einem heraufsteigendem Nervengas erst ausschlaegt, wenn es fuer mich eh schon zu spaet ist,) fuhr meinen Laptop wieder herunter und lag mich wieder in das noch warme Bett.
Und schlief.
 

Montag, 4. Juli 2011

Update: Die Heizung, die zum Kuenstler wurde.

Montag, 4. Juli 2011
Also tot ist dieser Blog ja nicht, nur habe ich in letzter Zeit einiges zu tun gehabt, weshalb das alles ein wenig haengen blieb, aber ich muss nun doch noch einmal das Thema mit meiner Heizung aufgreifen... Wer den ersten Beitrag zu der Heizung nicht gelesen hat, sollte dies HIER zuerst tun. Zwecks weiterfuehrender 'Geschichte' und so.

Es war etwa Mitte Mai, als ich eines Morgens unter der Dusche stand und wiedereinmal kein warmes Wasser hatte. Aber gut. Ich habe mir gedacht, dass das irgendein dummer, kleiner Fehler sein wird, wie die letzten Male auch und stand mit meinem geballten Wissen vor dem Monstrum um es mit meiner Kompetenz zu erniedrigen.
Doch wie man es ja kennt, ging es nicht. Ich drueckte ein wenig auf den Knoepfen rum und es ging alles zurueck auf den Normalzustand. "Okay," dachte ich mir "dann kann ich jetzt ja wieder duschen gehen.". Ich stand also in meiner geliebten Keramikduschkabine und wartete auf warmes Wasser.
Ohne Erfolg, duh.
Doch dies war seltsam. Die Heizung hatte mir zuvor keinen Fehler angezeigt, aber funktionierte nicht. Ich ging also in Handtuch zur Heizung und hoerte in meiner Kueche bereits einen lauten Knall.
Dies war der Moment, an dem ich langsam Angst bekam. Ich ging zur Heizung und sah, wie dieses elende Mistvieh irgendeine braune Suppe durch mein Wohnzimmer spritzte und dabei (so schien es zumindest) eine Art Gas freisetzte, das so erbaermlich stank, dass ich mich vorerst in meinem Badezimmer verschanzte und ueberlegte was als naechstes zu tun war. Denn man kann es einfach nicht in Worte fassen, WIE ekelhaft es gestunken hat. Das war total abstossend. Ich finde einfach keine Worte dafuer. Und ein Vergleich laesst sich auch nicht finden, was das ganze noch schwieriger macht.
Nun sass ich also von meiner Heizung eingesperrt im eigenem Badezimmer, waehrend sich die Maschine kreativ an meinen Waaenden ausliess und dabei gaenzlich aufging und scheinbar die Erfuellung ihres Lebens fand. Vielleicht wollte sie schon immer ein Pinsel oder so sein und fuer das Malen bestimmt sein.
Ich fuer meinen Teil entschloss mich jedenfalls dazu, das Kuechenfenster aufzureissen, mein Handy und meine Schluessel zu holen und mir, voellig egal was fuer welche, Klamotten ueber zu werfen um dann aus der Wohnung zu fluechten. Der Plan ging auf. Na gut, ich bin eigentlich nur wuergend und hustend durch die Wohnung gehetzt, hatte aber bald schon alles beisammen und stand also nun morgens um HALB ACHT auf der komischen Terrasse hinter dem Haus und begann mit Telefonterror bei meinem Vermieter, informierte noch die Praktikumsstelle und hinterliess meiner Schwester eine Nachricht.
Eine halbe Stunde spaeter erschien bereits der Vermieter um nachzuschauen was diesmal kaputt war. Wie oft ist er inzwischen da gewesen wegen der Heizung? Ich habe aufgehoert zu zaehlen. Was mich viel mehr stoerte war die Tatsache, dass der ekelhafte Gestank von dem ich ihm am Telefon die Ohren vollgeheult habe, verflogen war. Der Gestank war weg und mein Vermieter kam sich sichtlich veralbert vor.
Diesmal baute er dieses Ding dennoch komplett auseinander und baute Ersatzteile ein. Dabei stieg noch einmal der Gestank auf und er sagte mir, dass dies 'totes Wasser' oder aber auch 'Heizungswasser' sei. Gut, gestunken wie tot hat es wirklich, aber wieso kann WASSER solche Gerueche annehmen?!
Er testete das warme Wasser und es funktionierte.
Ja, man glaube es kaum, es funktionierte.
Ich bedankte mich herzlich, verabschiedete mich und ging unter die Dusche.
OHNE.
WARMES.
WASSER.
Ich rief also den Vermieter direkt wieder an, der noch auf seinem Weg umdrehte und ein wenig entsetzt wieder auftauchte. Er liess noch mehr Brackwasser ab, verbrannte sich dabei die Hand, war inzwischen selber genervt von der Heizung und brachte sie wieder in Ordnung. Diesmal testete er wieder. Sogar zwei mal. Dann machte er die Heizung zum Testen einmal komplett aus, nahm die Sicherung raus und schaltete sie dann wieder ein und testete. Es ging. Das warme Wasser kam aus allen Leitungen und waehrend er so dran rumspielte, putzte ich die Sauerei weg.
Fuer die Heizung war das sicherlich das groesste sich endlich mal kreativ ausleben zu duerfen, aber fuer mich war das eher ein Albtraum.
Zumindest denke ich, dass die Heizung sich so vorkam, als haette sie etwas grosses und weltbewegendes getan. Aber das hat die nicht.
Naja, sie funktionierte also.
Aber das waere ein langweiliges Ende fuer diesen Post, oder?
Natuerlich, deshalb erzaehl ich noch wie es wirklich weiter ging.
Mein Vermieter ging guter Dinge. Und ich ging guter Dinge in die Dusche.
Aber muss ich noch erzaehlen was dann passierte? Wirklich? Ich hatte kein warmes Wasser, denk doch bitte nicht dran. So kam es dann schlussendlich dazu, dass ich bei meiner Schwester duschen ging und dann ZWEIEINHALB STUNDEN zu spaet beim Praktikum auftauchte, man es dort aber nachvollziehen konnte und alles okay war.
In meiner Mittagspause rief ich erneut meinen Vermieter an und musste eigentlich nichts mehr sagen.
Er war dann am Nachmittag nocheinmal in meiner Wohnung und erzaehlte mir, er habe nun ein anderes Programm eingestellt, sodass sich die Heizung nur mit warmen Wasser beschaeftigt und keinem Heizen selbst. Im Mai ist das absolut kein Problem, aber der naechste Winter kommt. Zwar habe ich seitdem Vorfall wirklich warmes Wasser und auch keine Probleme mehr mit diesem City Condens, aber eine geniale Loesung ist das auch nicht wirklich.

Aber ich will nicht meckern... Ich kann endlich wieder warm duschen.
Zu Teil 3 bitte HIER entlang!

Es berichtet;
Torben.
Man dankt fuer's Lesen.